Samstag, 29. September 2012

Mit Hass als Motor zu höchsten Ehren ... auch in der Literatur!? Hass als Stimulans literarischen Schaffens - vom "Furor poeticus" und seinen gesellschaftlichen Auswirkungen.

Mit Hass als Motor zu höchsten Ehren ...  auch in der Literatur!?


Hass als Stimulans literarischen Schaffens -
vom "Furor poeticus" und seinen gesellschaftlichen Auswirkungen.



Ist es die Liebe, die alles wirkt und schafft?
Nein, es ist der Hass!

Hassprediger haben Hochkonjunktur.

Der Krieg ist in der Tat der Vater aller Dinge,
nicht der Friede,
nicht der Geist der Versöhnung,
sondern der Ungeist des Hasses und des Ressentiments nach innen wie nach außen,
in Politik und leider auch in der Kunst,
die nicht selten zur Dienerin politischer Interessen wird.

Wer dagegen angeht,
wer die eigene persönliche Integrität einsetzt,
sie in die Waagschale wirft,
um die "moralische Integrität" anderer Akteure des Zeitgeschehens zu überprüfen,
der riskiert,
selbst öffentlich fertig gemacht, diffamiert, diskreditiert zu werden - nach dem Motto:
etwas bleibt immer hängen!

Weil das so ist, resignieren viele aufrichtige Geister,
sie ziehen sich ins Private zurück,
sie pflegen ihr Seelenheil
und überlassen das aus ihrer Sicht unabwendbare Walten des Bösen und der Lüge höheren Mächten in der Hoffnung,
dass metaphysische, kosmische Instanzen irgendwann die irdische Harmonie wieder herstellen - in einer freien Gesellschaft des Ethos und der Moral.

Das ist Weltflucht,
Flucht in den Materialismus,
Flucht in die Saturiertheit,
Flucht ins Apolitische,
Flucht aus der Verantwortung,
Flucht vor dem eigenen Gewissen.


Wenn alle so handeln würden,
bequem und egoistisch,
dann hätten die Zersetzer der Werte freie Bahn und leichtes Spiel.

Dazu darf es nicht kommen.
Jeder Aufschrei ist eine Rebellion gegen jenes Unrecht.

Die "Aufklärung" ist nicht nur eine historische Geistesepoche aus den Tagen von Voltaire, Rousseau, Diderot, Lessing, Goethe, Schiller -
sie ist auch heute noch eine permanente Notwendigkeit, der wir uns stellen müssen,
wenn bestimmte Dinge aus dem Lot geraten.

Wenn Prinzipien auf den Kopf gestellt werden,
wenn man öffentlich Werte pervertiert,
wenn die unverschämte Rücksichtslosigkeit regiert, dominiert,
dann müssen alle verantwortungsvollen Individuen dagegenhalten,
sie müssen aufstehen und pflichtbewusst etwas dagegen tun,
nicht um der Prinzipien willen,
sondern um die Folgen der Wertezersetzung abzuwenden.

Hass und Hetze sind kein Modelle in einer Welt,
wo es auf Völkerverständigung und inneren Frieden ankommt.


Seit einigen Jahren gehe ich den mühsamen Weg der Aufklärung, indem in Dinge anspreche, Fakten und Argumente liefere, die einigen mächtigen Akteuren der Jetztzeit überhaupt nicht gefallen,
den Puppenspielern ebenso wenig wie deren Marionetten.

Die Zeit wird es richten.

 
Argumente und Fakten -
aus Carl Gibsons "Wiener Kommentaren".

Es ist schon sehr sonderbar:

Ein ehemaliger Regimekritiker der Ceausescu-Diktatur, Zeitzeuge aus der kommunistischen Gefängniszelle, Bürger der BRD seit 1979, muss - quasi wie Odysseus ein zweites Mal ins Exil gehen - und ins benachbarte Österreich ausweichen, wenn er seine freie Meinung zu Opportunismus und zum Wendehals-Verhalten von ehemaligen Systemloyalen und Mitgliedern der Kommunistischen Partei des Diktators Ceausescu öffentlich kundtun will.

Die einst kritischen, ja liberalen Blätter DIE ZEIT, Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), Frankfurter Rundschau, DER SPIEGEL etc. drucken Carl Gibsons Beiträge(Leserkommentare) nur partiell ab
oder sie verweigern gewisse aufklärende Tatsachen-Darstellungen ganz.

Anders im EU-Staat Österreich.

In "Die Presse" aus Wien durfte ich bisher frei reden!

Wie kommt es zu dieser Diskrepanz?

Ist Herta Müller sakrosankt?

Darf zu ihrem Leben und Werk in Deutschland keine kritische Nachfrage erfolgen?

Cui bono?



Aus:

„Die Presse“, Wien:



Carl Gibson zu dem Bericht oben:

"Hass als Motor literarischen Schaffens



"DER SPIEGEL": Interview mit H. MÜLLER (und Richard Wagner):

"Ja, genau diese muffige spießige Provinzialität hat mir den Haß eingegeben, mit dem ich die "Niederungen" schreiben konnte". (1987)

Immer wieder fragte ich, wie F.C. Delius in seiner "Niederungen"-Rezension im "Spiegel "(1984)darauf kommen konnte, das Banat als "Hölle auf Erden" mit gegenseitig sich hassenden Menschen zu verunglimpfen.
Später las ich das „SPIEGEL-Interview“ nach, welches Herta Müller und Richard Wagner - dem diesmal höchst unkritischen Nachrichten-Magazin - kurz nach ihrer Ankunft in der nicht sehr heiß geliebten Bundesrepublik Deutschland (1987) gaben.

Dabei stellte ich fest, was früher nur zu ahnen war: Herta Müller selbst war es,
die F.C. Delius auf den
„Haß“ brachte; nur vergaß Delius seinerzeit ( etwa 3 Jahre vorher, dieses Detail in seiner "Niederungen"-Rezension im "Spiegel" zu erwähnen!

Nach Herta Müller ist also ihr Debüt-Bändchen
„Niederungen“ nichts anderes als
eine Frucht des Hasses!

Wie ehrlich und vielsagend!

2004 kommt die Konrad Adenauer Stiftung daher und prämiert eine Schriftstellerin,
die nicht die "Liebe" als den Antrieb aller Dinge ansieht
- im christlichen Sinne etwa,
sondern den destruktiven Hass!

Der Nobelpreis setzt jetzt dem Ganzen die Krone auf.


Wird damit die idealistisch-ethische Forderung Alfred Nobels erfüllt?
Die in meinen "Offenen Brief an Herta Müller" formulierten Fragen zur dunklen Vita vor 1987 sind alle noch offen. Carl Gibson"


Foto: Carl Gibson

Der Stefansdom in der alten k. u. k. Kaiserresidenzstadt Wien

C. G. zum Artikel:



"Mythen. Legenden und Märchen der Selbststilisierung

(04.02.2010 09:04)
Hallo (…), Herta Müller entzieht sich der Securitate- Verhaftung mit den Worten:

"Ohne Haftbefehl gehe ich nicht mit"!

Damit verhöhnt sie alle Opfer einer Diktatur - weltweit.
Sie kennt die Securitate vom Hörensagen.
Sie ist nicht verfolgt worden und hat mit Regimekritik und Dissidenz nichts zu tun.
Herta Müller hat der Welt einen ausführlichen und lückenlosen Lebenslauf vorenthalten.
Weshalb?
Was war vor ihrer Ausreise 1987?
Jeder "kritische" Journalist oder Forscher kann und sollte die Frage stellen:
Wann, wo, wie und von wem sind sie verfolgt worden, Frau Müller?
Wo sind die Beweise?
Sie ist nicht der Securitate ans Messer geliefert worden.
Bisher kennt die Welt nur ihre Sicht, wo Fiktion und Realität vermischt werden, bewusst oder unbewusst.
Echte Dissidenten wurden noch nicht gehört.
Aber das wird sich ändern.
Hoffentlich greift "Die Presse" das Sujet bald auf.
Berwanger war der Mentor von Herta Müller, "Niederungen" richtete sich gegen die Banater Schwaben, nicht gegen Ceausescu, den Kommunismus oder die RKP.
Müllers Gatte, der Dichter Richard Wagner, war damals in der RKP, ohne Lust, ein "Dissident" sein zu wollen.
Herta Müllers Antikommunismus setzte erst vom sicheren Hafen Berlin aus ein, während wir, verehrtes (…), Leib und Leben in Opposition und Gefängnis riskierten. Mein Name ist unwichtig - es gibt viele andere Zeitzeugen. Machen Sie sich kundig und fragen Sie weiter kritisch nach. Carl Gibson, ehem. Bürgerrechtler und Autor."

Zu:



"Moral ein Opfer der Staatsräson

(12.12.2009 09:16)

Friedensnobelpreisträger US Präsident Barack Obama rechtfertigt als die Kriegsführung in Afghanistan, im Irak ,die Philosophie von Guantanamo mit dem Argument, so den Frieden sichern zu wollen. Krieg als Mittel der Politik und der Moral?
Eine sonderbare Ethik ist das nach den Erfahrungen des Totalitarismus in Europa.

Wer wundert es wenn bei Herta Müller nicht tiefer nach der moralischen Integrität gefragt wird.
Was hat sie mit dem konkreten Widerstand gegen die Ceausescu- Diktatur zu tun?
Gar nichts!
Sie war systemloyal, durfte ihr Büchlein drucken, wurde nicht zensiert, war privilegiert, mehrfach in den Westen zu reisen.
Brav kehrte sie an die Stätte zurück, wo sie angeblich von Banater Schwaben und Securitate verfolgt worden sein soll.
Sie liefert uns "subjektive Aussagen, Behauptungen, ohne Beweise vorzulegen.
Nach meiner Auffassung wurde dieser - massiv protegierte - Nobelpreis erschlichen - auf Kosten von Literaten wie Lenz und Walser.
Carl Gibson, ehem. Bürgerrechtler und Autor."


Foto: Monika Nickel

Goethe in Wien


C.G. zu:


"PR-Gag zur Auflagensteigerung?

(12.12.2009 07:37)

Zur Glaubwürdigkeit eines Täters aus der Sicht des Opfers:

Jedes Opfer würde die Täter gern dort sehen, wo sie hingehören, auf die Anklagebank vor Gericht und dann der gerechten Strafe zugeführt, (…)!

Nur will die Welt auch hören, was die Täter - an Fakten - zu berichten haben, ganz egal ob sie Eichmann oder eben Radu Tinu heißen?
Selbst Kronzeugen der Mafia reden.
Hören wir uns an, was die Täter-Seite zu sagen hat, dann analysieren und werten wir.
Den Nobelpreis an Müller habe ich auf der ARD-Seite kommentiert.
Audiatur et altera pars? CG"



C.G. zu:



"PR-Gag zur Auflagensteigerung?

(22.11.2009 14:38)

Jede auch noch so abstruse Meldung scheint legitim, um Herta Müller in den Schlagzeilen zu halten - zwecks Auflagensteigerung?
Honi soit qui mal y pense!
Herta Müller, die früher von den Kommunisten Ceausescus geehrt wurde, wird jetzt von den in der ZEIT jüngst noch wüst beschimpften "Vertriebenen" geehrt!
Werfelpreis.
Was macht sie daraus.
Sie greift die Evangelische Kirche der Siebenbürger Sachsen AB an und wirft ihr vor, mit Ceausescus Regime paktiert bzw. sie 1989 vom Kirchentag in Deutschland ausgeladen zu haben - und das bei der Ehrung in der Paulskirche.
Die Ungereimheiten mit den Beweisen kann sie nicht aufklären - die EK dementiert.
Viele Christen erfahren, wie die Atheistin H. Müller mit der "Wahrheit" umgeht.

Aber es schadet ihr nicht. Sie bleibt in den Medien.
Dann kommt der Ex- Securitate- Chef aus Temeswar Radu Tinu und sagt im Interview in der Zeitung "Adevarul", Müller hätte eine "Psychose" , sie würde viel fabulieren, ihr Prosawerk "Niederungen" sei nicht zensiert worden , einige Szenen irreal etc. - aber der schwarze Teufel von der bösen Securitate ist ja unglaubwürdig!
In "Faust" sagt Mephistopheles manche Wahrheit - aber das ist Dichtung!
Und Herta Müller hat es nicht so mit den Klassikern und der Realität!
In Deutschland ist es kaum noch möglich, einen kritischen Kommentar zu Herta Müller abzugeben.
Man fürchtet die Frage, ob der Nobelpreis gar erschlichen wurde.
Carl Gibson, ehemaliger Bürgerrechtler und politischer Häftling in der Ceausescu-Dikatur."


Foto: Monika Nickel

Blick auf das Rathaus von Wien



C. G. zu:



"Raum für "freie Geister" oder Weiheveranstaltung der Ja- und Amen-Sager

(05.11.2009 15:36)


An der Literatur Herta Müllers scheiden sich die Geister.
Ihre "Sprache" ist so umstritten wie ihre Art, "Wahrheiten" zu erfinden, ihr eigenwilliger Umgang mit, „Fiktion“,Fakten, Realität.

Vielfach habe ich ihre "moralisch-politische Integrität" bzw. den literaturhistorischen Wert ihres engen Oeuvres hinterfragt,
nachzulesen auf http://www.siebenbuerger.de/ .

Wurde "Atemschaukel" gemacht, ja "gepuscht"?.

Die wohlwollenden Rezensionen waren wohl schon vor der Edition angefertigt?

Das Buch wurde es von allen Seiten hochgelobt - pünktlich zur Entscheidung der Jury in Stockholm.

Mit PR nachhelfen?
Modernes Marketing, praktiziert a la Günter Grass?

Übergangen wurden die Giganten deutschsprachiger Gegenwartsliteratur
Martin Walser,
Siegfried Lenz,
Peter Handke.

So wurde der Nobelpreis forciert - von Leuten wie Michael Naumann ( ZEIT), der Müller - in der ZEIT eingeordnet zwischen "Kitsch" und "Weltliteratur" nachhaltig stark protegierte, nachdem sie aus dem Verborgenen heraus 1999 nominiert worden war.

Wofür?
Kritiker erwarteten, dass dann eine Debatte zur Vita der Kontroversierten ausgetragen wird.

Das war nicht der Fall.
Die „freien Geister“ kuschten, schwiegen.
Ergo trugen sie alles mit.
Dafür wurden freche Kritiker mit „Maulkörben“ belegt, ausgebremst.

Die ZEIT selbst stoppte ihre Diskussion zur Selbst-Apologie von Müller, nachdem das fragile „Dissidenten“- Image zu bröckeln begann.
Fein!
Der "Spiegel" zog später so nach. Alles auf dem Weg zur Errichtung einer Meinungsdiktatur. Carl Gibson"


Foto: Monika Nickel

Am Ring, Fiaker, im Hintergrund das Parlament der Republik Österreich


C. G. zu:



"Alles Müller oder was?


(03.11.2009 13:38)
Und ist überall, wo Müller drauf steht auch immer nur Müller drin?

Das fragen sich Kenner der Materie, Herr (…)!

Hat Richard Wagner Herta Müllers Werk entschieden beeinflusst, mitgeprägt, gar gesteuert, gemanaged?
Und wie kommt es, dass bei Herta Müller eine arge Diskrepanz zwischen "gesprochenem Wort" (Diskussion, Live-Interview ) und Geschriebenem besteht? (Beweis:ORF- Runde)

Mischt da noch jemand mit, über den Lektor hinaus?
R. Wagner hat mir auch im Namen von Herta Müller mit Anwälten und Gericht gedroht, in der Hoffnung, mich von kritischen Fragen abzuhalten.
Teamwerk?
Geteilte Rollen und Aufgaben?
Wagner übernahm die Auseinandersetzung - auch mit mir, um den Nobelpreis nicht zu gefährden.
Die Rechnung ging auf!
Ist er der größere Kopf?
Zweifellos, Herr (…).
Er beherrscht die logische Argumentation, aber auch die Ambivalenz, Wahrheiten zu verschweigen.
Zwischen 1972 - 1985 war er in der Rumänischen Kommunistischen Verbrecher-Partei Ceausescus - ein Makel!
Schlecht für den Nobelpreis, kaum weg retuschierbar!
Doch war die Jelinek nicht in der KPÖ?
Zweierlei Maß?
Giganten der deutschen Literatur wurden für Müller übergangen - nicht nur Milosevic- Freund Peter Handke, auch Martin Walser und Siegfried Lenz, weil ihr Name aus einer NSDAP-Liste aufgetaucht war wie der von Dieter Hildebrandt.
Wehren konnten sie sich nicht.
Protegiert von Michael Naumann (ZEIT) machte Herta das Rennen- zur Verblüffung der Welt.
Es war mir nicht möglich, das "fragend" zu verhindern. Carl Gibson"


C. G. zu:



"Wie wichtig ist die moralisch-politische Integrität bei Nobelpreisträgern

(15.10.2009 18:27)


Alfred Nobel hat in seinem Testament klare, ethische Vorgaben gemacht:

Wer mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet wird, muss seinen ethisch- idealistischen Erwartungen gerecht werden,
er muss Höchstes leisten, auch auf moralischer Ebene.

Deswegen habe ich die politische und moralische Integrität von Herta Müller innerhalb einer mehr als einjährigen Debatte hinterfragt mit dem Hinweis darauf, dass ihre Vergangenheit während der Ceausescu- Diktatur weder der Wissenschaft noch der Öffentlichkeit bekannt sein dürfte.

In Schweden gab es vor einem Jahr eine Diskussion darüber.

Die noble Jury hörte nichts davon, wohl weil sie nichts hören wollte.

Muss die "moralisch-politische Integrität" einer Person nicht der rein "ästhetisch-literarischen" Wertung voraus gehen,
quasi als conditio sine qua non?

Das nahm ich an!
Doch die Jury fragte wohl nicht nach der Vergangenheit von Herta Müller und wertete ihr Werk erst seit 1987?
Ist das legitim?
Müssten wir dann nicht auch die einst systemloyalen DDR-Schriftsteller mit dem gleichen Maß messen?Wie begründet die Jury ihre Entscheidung:
"mit der Verdichtung der Poesie und der Sachlichkeit von Prosa die Landschaft der Heimatlosigkeit beschreibt" –
was ist das?

Herta Müller, mit einem schmalen, sehr kontrovers diskutierten Oeuvre nun auf einer Stufe mit Thomas Mann - und jenseits aller ethischen Wertung?

Es wird noch eine Nacharbeit geben, nicht nur im Akademischen.
Die Recherchen beginnen erst - und das weltweit. Carl Gibson"


C.G. zu:

"Zensur in der Ceausescu-Diktatur

(15.10.2009 15:16)

Die "Zensur" wurde in Rumänien im Jahr 1978 "offiziell" abgeschafft.

Ceausescu beklagte es später auf dem Schriftstellerkongress von allen literarisch Schaffenden in SV, diesen Schritt getan und das "Zensieren" von Literatur gesetzlich unterbunden zu haben.

Der Klassiker Ion Caraion schrieb darüber.

Wie soll Herta Müllers Debütwerk "Niederungen" dann zensiert worden sein - und von wem?

Lektoriert wurde es von Personen, die heute im Westen leben ( insofern sie nicht tot sind wie Rolf Bossert aus dem Freundeskreis der so genannten Aktionsgruppe Banat).

Diese Lektoren können auch heute noch befragt werden.
Nach meinen Informationen enthält der in Rumänien im Kriterion Verlag 1982 edierte Band sogar zwei Texte mehr als der 1984 im Rotbuch erschienene.

Wer, außer dem Lektor, könnte Beschneidungen an dem Text vorgenommen haben - die Rumänische Kommunistische Partei oder die Securitate etwa?

Das sind klare Fragen! Wo sind die Antworten darauf?

Wer sich fragt, weshalb die Kurzgeschichten gerade bei den einfachen Leuten aus dem Banat Protest hervorriefen, der lese doch etwa die "Grabrede" nach.
Die Ehre einfacher Menschen wurde tangiert. Das führte zu Ablehnung und Kritik.
Eine "Kampagne "gegen Herta Müller aber hat es im Banat nie gegeben.

Auch wurden Herta Müller und Richard Wagner nie von ihren Landsleuten im Banat verfolgt, wie im "Spiegel-Interview" 1987 in den Raum gestellt. Das sind Mythen.
Carl Gibson

Link:
"

C. G. Zu:

Herta Müller - ein "Wendehals"? Maulkorb für Kritiker

(14.10.2009 09:32)

Darf man eine Ikone angreifen, gar in Frage stellen?

Als Herta Müller im Juli 2008 Kollegen denunzierte, in vielen Punkten schlechthin Unwahrheiten verbreitete, habe ich öffentlich dagegen gehalten, eineinhalb Jahre,
beginnend mit der "Spitzel-Affäre in Berlin".
Alles nachzulesen in: Foren der
Siebenbürgischen Zeitung.
Die Frankfurter Rundschau druckte mein damals verfasstes Memorandum nicht.

DIE ZEIT- Online veröffentlichte zwar meinen "Offenen Brief an Herta Müller", wo ich eine Reihe von Fehlern nachgewiesen hatte,
nachdem sie meine Kommentare mit Hinweisen auf "Redundanz" gekürzt hatte.

Dann "löschte " sie die gesamte öffentliche Aufklärungsschrift, ohne Lust, die Beweise zu konsultieren, die ich der ZEIT-Redaktion vorlegen wollte.
Solche Zensur-Gepflogenheiten hätte ich in einer Diktatur erwartet,
im Ceausescu- Kommunismus, gegen den ich aktiv opponierte,
aber nicht in einer europäische Demokratie, wo die freie Meinung durch die Verfassung geschützt ist.

Jetzt geht man noch weiter!

Auf Wikipedia wurde mein Porträt dort zerstückelt!

Nach dem Willen der Zensoren dort, bin ich kein "Philosoph" mehr, auch kein "Schriftsteller"!

Noch schlimmer:
Meine offene Kritik an Herta Müller, aufgenommen in dem Werk "Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu Dettelbach, 2008, 418 Seiten,wurde einfach "eliminiert" - wie im Absolutismus Heines und Lenaus zur Metternich- Zeit.
Deleatur!
Carl Gibson"


C. G. zu:


"Eklatanter Fehlgriff und falsches Signal

(14.10.2009 08:37)
Der "Dissidenten"-Mythos wirkt!
Es ist wie mit dem Wolf im Schafsfell:
Seit Herta Müller ist Westen ist, wird sie als "Dissidentin" wahrgenommen - und das obwohl sie viele Jahre eine "Systemloyale " war, die sich an die Spielregeln der Ceausescu- Diktatur gehalten, die vom System profitierte, nicht zuletzt, weil sie den Banater Schwaben in der Stunde der Agonie und des Exodus in den Rücken fiel!

Das scheint alles vergessen!

Wer fragt heute schon nach Beweisen!
Kritische Wissenschaft?

Die Thesen, ihr Debütband "Niederungen" sei "zensiert" worden, sie sei von der Securitate verfolgt worden, ja sogar von ihren Landsleuten, sind allesamt nicht bewiesen.
H. Müller begann erst damit, Ceausescu zu beschimpfen, als sie im Westen in Sicherheit war.
Verfolgt, in Haft, gar umgebracht wurden andere.

Den kritischen Fragen zu ihrer dunklen Vita vor 1987 hat sich die Nobelpreisträgerin nie gestellt. Fragt einer danach, wird ihm in Deutschland der Mund verboten.
Diese Erfahrung mache ich seit Monaten, obwohl ich eine "Nobelpreis- Kandidatin" kritisch ins Visier nahm, - aus der Sicht des wahren Dissidenten aus der Gefängniszelle.

Herta Müller hat "Geschichten" erzählt, Märchen
viel "erfundene Wahrnehmung" geliefert,
ohne dabei "Fiktion" und "Wahrheit" auseinander zu halten sind.

Jetzt, nach dem Preis, sollen die Kritiker schweigen!
Doch wie weit ist es mit der Demokratie her, wenn das freie Wort abgeschnitten wird - mit Maulkorb!?
J'accuse,
sage ich hier mit Zola! Carl Gibson"



C. G. zu:


Stop für Müller Kritiker?
Kehraus vor der Buchmesse

(13.10.2009 16:49)


Die Österreicher sollten es nicht zulassen, dass es mit diesen "Lobhudeleien" so weiter geht.

Zur Zeit von Diktator Ceausescu, als seine Hofdichter Adrian Paunescu und Corneliu Vadim Tudor ( beide sind heute Senatoren) aus einem mittelmäßigen Kommunisten den "Titan der Titanen " formten, das "Genie der Karpaten", den geliebtesten Sohn des Volkes etc.
ließ sich Herta Müller von den gleichen Kommunisten 3 Preise geben - und ihr Büchlein " Niederungen" drucken, wie sie später sagte:
getrieben vom "Hass" gegen die Banater Schwaben.

Kaiserin Maria Theresia hat die Banater Schwaben und alle anderen Donauschwaben im Kronland Ungarn angesiedelt - mit Plänen von Wien aus.

Temeschburg (Klein Wien!) war bis zur Zerschlagung de k. u. k Doppelmonarchie eine fast ausschließlich von Deutschen besiedelte Stadt.
Ceausescu brachte den Exodus!
Und Herta Müller griff seinerzeit (1982) ihre mit dem Rücken zur Wand stehenden Banater Landsleute an!
Dafür wurde sie prämiert?
Cui bono?
Wie groß war der Aufschrei, als die angebliche "Nestbeschmutzerin" Elfriede Jelinek den Nobelpreis bekam?!

Den gleichen moralischen Impetus und Kritizismus wünsche ich mir jetzt bei Herta Müller.

Mir, dem Autor von "Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu- Diktatur wurde vielfach ein Maulkorb erteilt.
Jetzt kann ich nur hoffen, dass noch ein paar Aufrechte da sind, die reden.
Ja, "Die Presse" aus Wien sollte kritisch berichten, sie ist näher am Geschehen als die Deutschen.
Carl Gibson, Autor"



C. G. zu:




"Mythen. Legenden und Märchen der Selbststilisierung

(12.10.2009 09:22)

Wann und in welcher Form hat Herta Müller konkret opponiert?

Welchen Repressalien war sie konkret ausgesetzt?
Wer von der Securitate hat sie verhört und wann?

Weshalb war H. Müller eine privilegierte West-Reisende, die mehrfach in die Bundesrepublik reisen durfte?

Weshalb durfte ihr Gatte Richard Wagner, seit 1972 Mitglied der Rum. Kommunistischen Partei und im Jahr 1985 immer noch in dem gleichen Verbrecher-Verein,
im Jahr 1985 in die BRD reisen - zum Schriftstellerkongress nach Münster und danach weiter 5 Wochen durch das Land,
während Rumänien unter Diktator Ceausescu bereits ruiniert am Boden lag und Flüchtlinge an der grünen Grenze totgeschlagen wurden?

War Herta Müller wirklich eine "Dissidentin"?

Und wurde sie tatsächlich verfolgt?

Ihr Mentor Nikolaus Berwanger, Banater Schwabe NR. 1, Vertrauensmann der Kommunisten, Chef der "Neuen Banater Zeitung" und des "Adam-Müller-Guttenbrunn- Literaturkreis" setzte sich im Jahr 1984 in die BRD ab.

In einem Interview in der Politik-Zeitschrift "Düsseldorfer Debatte" mit Volker Kaukoreit "Zwischen den Stühlen" 1988, Nr. 2 nimmt der Förderer jener jungen Literaten N. Berwanger( auch der so genannten "Aktionsgruppe Banat") Stellung zur angeblichen Dissidenz von H. Müller, indem er betont:

"Ebenso erstaunt bin ich zu hören, daß Herta Müller in Rumänien eine Dissidentin gewesen sein soll. Sie hat dort noch 1985 veröffentlicht."
Bis 1984 hatte Herta Müller kein Publikationsverbot. Carl Gibson"



C. G. Zu:




"Andersdenkende, "Dissidenten" und echte Rebellen

(12.10.2009 09:06)

Im Gegensatz zu Herta Müller, die nichts und auch gar nichts mit Dissidenz oder Opposition gegen Ceausescu zu tun hat,
ganz im Gegenteil,
sie war eine Nutznießerin des Systems - sie hat dann nach ihrer Ausreise 1987 opportunistisch das Lager gewechselt, ist der leidenschaftliche Dinescu ein echter "Abweichler".

Auch er war Mitglied der KP des Diktators Ceausescu.
Aber er machte den Mund auf und meinte, in Rumänien laufe die Wahrheit mit gespaltenem Schädel herum.

Er war Nobelpreis- Kandidat, vorgeschlagen von dem exilierten Eugen Ionesco.
Als Mann der ersten Stunde wollte er Veränderungen herbeiführen - nach der Revolution 1989, wurde aber von Iliescu ins Glied zurückgedrängt. nachdem die Feigenblatt-Funktion erfüllt war. Post-Kommunist Ion Iliescu machte weitere 7 Jahre weiter.
Dinescu setzte sich für die rum. Gauck-Behörde CNSAS ein und forderte die Offenlegung der Securitate- Akten, damit die Vergangenheitsaufarbeitung erfolgen kann.
In meinem Buch zum Widerstand gegen die Ceausescu- Diktatur habe ich ihm (Mircea Dinescu) ein ganzes Kapitel gewidmet.

Im Gegensatz zur Nobelpreisträgerin, die nur Negatives über Rumänien zu berichten weiß, schreibt Dinescu auf seine sympathische, gewinnende Art sehr positiv und trotzdem kritisch.

Er ist glaubwürdig, Herta Müller, die Fiktion und Realität nach Lust und Laune mischt. ist es nicht.
Wer etwas über das postkommunistische Rumänien erfahren will, der lese hier genau; das sind Essenzen, keine Mythen und Legenden! Ein Unterschied zu HM!
Carl Gibson"

Aus: Wiener Zeutung



27.10.2009 20:08:24

Hass als Motor literarischen Schaffens


Nach Herta Müllers Aussage im Spiegel-Interview 1987 bald nach der Ankunft im Westen, war es der "Hass", der sie antrieb "Niederungen" gegen ihre als rückständig empfundenen Banater Landsleute zu schreiben.
Rezensent F.C. Delius sah dann - inspiriert von Müller im von Wien aus unter Kaiserin Maria Theresia kolonisierten Banat nicht weniger als die "Hölle auf Erden". Die Deutschen befanden sich damals in Agonie und Exodus, bedroht von Ceausescu, der über die "Systematisierung der Dörfer" die Deutschen assimilieren wollte.
In dieser besonders exponierten, existenziellen, die kulturelle wie nationale Identität bedrohenden Situation fiel Herta Müller ihren Landsleuten in den Rücken - sie griff sie an, statt die Kommunisten Ceausescus zu kritisieren.
Wer soll ihr 1982 ediertes Buch zensiert haben nach der Abschaffung der Zensur 1978 in Rumänien?
Sie durfte mehrfach in den Westen reisen, 1984, ihr Mann Wagner noch 1985 - wer hat sie dann verfolgt, wo und wie? Ein Lob an Autor und Zeitung: Einen der wenigen kritischen Berichte zu diesem Preis las ich hier. Carl Gibson (27.10.2009)


Nobelpreis - Maulkorb für Aufklärer

Hätte Herta Müller den Nobelpreis überhaupt bekommen, wenn die Diskussion über ihre "moralische und politische Integrität" nicht verhindert worden wäre?
Ihre jüngste Selbstapologie in DIE ZEIT Nr.31, Druckfassung, strotzt von Fehlern und Ungereimtheiten aller Art. Es steht nicht einmal fest, was von der Autorin stammt und was von der Redaktion.
Fehler wurden nur zum Teil in der Online-Fassung berichtigt.
DIE ZEIT würgte die von ihr entfachte Diskussion zur "Securitate" einfach ab, kürzte meine Kommentare, löschte die Gegendarstellung im "Offenen Brief an Herta Müller" - und erteilte mir Schreibverbot!
Wie sollte die Jury in Stockholm dann kritische Argumente erfahren?
Vor einem Jahr wurden in dem schwedischen Blog Dr. Bodil Zalesky meine Argumente gegen Herta Müller diskutiert - an entlegener Stelle.
Jetzt halten sich beharrlich Mythen und Legenden, die Herta Müllers "Widerstand" begründen sollen - leider wissenschaftlich unverifiziert. Carl Gibson (
12.10.2009)
Die Links zum Literatur-Blog in Schweden:






Richtigstellung Falsche Autorenschaft

"Herta Müller kritisierte deren Einladung in einem offenen Brief. In der Folge warf der aus dem Banat stammende Historiker, Philosoph und Literat Carl Gibson der Schriftstellerin vor, ihr Buch "Symphonie der Freiheit" sei ein Zeugnis für ihre Systemloyalität unter dem Ceausescu- Regime."
Diese Angaben sind falsch.

Richtig ist:

Der Autor des Buches
"Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu- Diktatur,
Dettelbach 2008,

ist Carl Gibson.
Ich bin ein ehemaliger Bürgerrechtler und habe in der zitierten Diskussion (nachzulesen unter www.siebenbueger.de) bzw. auf dem Wikipedia- Porträt seinerzeit die "moralische und politische Integrität" von Herta Müller hinterfragt.

Nach ihrem Artikel "Die Securitate ist noch im Dienst" in der ZEIT Nr. 31, verfasste ich einen "Offenen Brief an Herta Müller", der bisher unbeantwortet ist.
Als Mitbegründer der (ersten) freien Gewerkschaft rumänischer Werktätiger SLOMR war ich 1979 in Rumänien in Haft. Aus der Sicht des aktiv agierenden Dissidenten heraus habe ich einige kritische Fragen zur Vita von Herta Müller bis zu ihrer Ausreise im Jahr 1987 gestellt,die noch nicht beantwortet sind. Carl Gibson, Autor (
08.10.2009 )

Soweit die Kommentare aus Wien.


Anno Domini 26. Februar 2011 sind die oben angesprochen Fragen allesamt noch offen.


Foto: Monika Nickel

An der Pforte des alten Studienortes (1983) Universität Wien im Herbst 2010 -
Carl Gibson studierte hier Politik und Geschichte.

Freitag, 28. September 2012

Wie Politik Literatur verfälscht - und Eigennutz die historische Wahrheit

Wie Politik Literatur verfälscht - und Eigennutz die historische Wahrheit


Wenn die Politik sich einmischt, bleiben geistig-ästhetische Werte auf der Strecke.

Hinzu kommt das konkrete Geschäft der Wenigen, die das Buch zur Ware reduzieren, 
die das als Wert vermarkten, was von ihnen selbst im Vorfeld zur Kunst deklariert worden war.

Metaethisch gesprochen:

das ist schnöder Machiavellismus!
Das ist angewandter Raubtier-Kapitalismus in seiner zynischsten, rücksichtslosesten, perfidesten Form!

Fragen stellen sich -
"Kritische Vergangenheitsaufarbeitung - und Vergangenheits-Bewältigung oder nur ein "Ablenkungsmanöver"?

Literatur-Macher und politische Spielchen?

Heimatvertriebene im Räderwerk konservativer Machtpolitik -
falsche Symbole und Signale?

Ein weites Feld für ethische und wirtschaftsethische Problemstellungen, die leider fern der Alma Mater in den zentralen der politischen und wirtschaftlichen Macht beantwortet werden - in einer unheiligen Allianz von Verleger-Macht und politischen Parteien über alle ideologischen Grenzen hinweg.  
Werden große Räder von langer Hand gedreht?
Was steckt hinter der "Vertrieben-Politik" der Bundesregierung?

Eine "kritische Vergangenheitsaufarbeitung - und Vergangenheits-Bewältigung oder nur ein "Ablenkungsmanöver" von den eigentlichen Problemen der Gesellschaft ?
Und setzt die Bundesregierung in einer fast unheilig anmutenden Allianz zwischen CDU und SPD (toleriert von der FDP), die sich hier nicht einmischt, gar auf die "falschen Symbole" und "Signale?
Bevor Herta Müller den Nobelpreis für Literatur zugesprochen bekam,
erhielt sie,
gerade sie,
den "Franz-Werfel-Preis für Menschenrechte", der vom Bund der Vertriebenen (BdV) vergeben wird.

Was hat Herta Müller mit" Menschenrechten" zu tun?
Fast nichts,
noch genauer: überhaupt nichts.

Als es darauf ankam, nach der KSZE und der Charta '77 diese Menschenrechte in der kommunistischen Diktatur zu verteidigen, schlich sie sich davon und paktierte sogar mit den Kommunisten, indem sie sich von diesen fördern und prämieren ließ.
Im Rumänien Ceausescus war Herta Müller systemloyal und reiseprivilegiert.
Nachdem Herta Müller  1987 in Berlin ankam,
ganz legal mit Reisepass und begleitet von ihrem Ehemann Richard Wagner, langjähriges Mitglied der verbrecherischen Rumänischen Kommunistischen Partei des Diktators Ceausescu,  
wurde sie zum geistig-politischen Wendehals und begann damit, die „Securitate“ und Ceausescu zu beschimpfen.
Verfolgt, verurteilt, eingesperrt wurde sie im totalitären Rumänien,
wo sie zu keinem Zeitpunkt konkret politisch opponiert hat,
nie.

Opponiert hat Herta Müller bestenfalls im Kindergarten, als Erzieherin in der Auseinandersetzung mit der Leiterin des Kindergartes.

Alles andere ist Fiktion.

Trotzdem wurde Herta Müller hier im Westen bald als authentische  "Dissidentin" wahrgenommen! Weshalb? 
Weil sie in der linken Presse (DER SPIEGEL) zu einem antikommunistischen, kommunismuskritischen "Symbol" stilisiert,
 ja gezielt "gemacht" und umfunktioniert worden war.

Die vielen echten aus ihrer Heimat "vertriebenen" Deutschen aus dem Banat, aus Siebenbürgen und aus allen anderen Siedlungsgebieten im Osten Europas müssen sich verhöhnt vorkommen,
wenn der Bock zum Gärtner gemacht wird,
wenn die Person, die gerade diesen Kreis als "faschistoid" beschimpfte, für ihre Unflätigkeit auch noch geadelt wird.
Weshalb wurde Herta Müller überhaupt der Menschenrechtspreis des "BdV" zugesprochen
und bald darauf auch noch der "Nobelpreis"?
Ein abgekartetes Spiel?
War das wieder eine "politische Entscheidung", statt einer literarischen?
Wünschen gewisse Kreise,
dass die "Vertrieben-Politik" in den Mittelpunkt gerückt wird -
aus welchen Gründen auch immer?

Verbergen sich dahinter massive Protektion und kulturpolitischer Lobbyismus?
Und ist Herta Müller die richtige "Galionsfigur", wenn es darum geht,
 "deutsche Geschichte" angemessen aufzuarbeiten - mit "Flucht und Vertreibung"?
Ist Herta Müller eine "repräsentative Vertriebene" ?
Oder ist sie nur ein falsches Symbol, auf das gewisse konservative Kreise aus CDU (Konrad Adenauer -Stiftung) und SPD (Michael Naumann) setzten,
um höhere politische Ziele umzusetzen?
Die Brisanz der Thematik, die mich als Zeitzeugen und Historiker seit Jahren nicht mehr zur Ruhe kommen lässt, ist leider noch nicht in das Bewusstsein der Allgemeinheit vorgedrungen.
Die Desinformation der anderen Seite war zu stark.
Wahrheiten liegen noch brach.
Keiner fragt danach - oder doch, in anderem Kontext, hier etwa?
Herta Müller stammt aus dem kleinen Ort Nitzkydorf im rumänischen Banat.
Mit den vielen Heimat-Vertriebenen aus ganz Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion hat sie allerdings wenig zu tun,
weil gerade sie es war, die mit der Kritik der "deutschen Gemeinde" im Banat debütierte.
Sie sagte sich los von der deutschen Identität der Menschen dort im Banat,
das nach 1918 an Rumänien gefallen war (Versailler Vertrag).
Sie unterstellte ihren Landsleuten "latenten Faschismus" in den Köpfen,
(selbst hier im deutschen Fernsehen im Jahr 1984, als sie frei reisen durfte (Reise-Kader),
Herta Müller kritisierte ihre Banater Schwaben in ihrem Debüt-Werk "Niederungen"
( 1982 mit dem Segen der RK Partei in Rumänien in deutsche Sprach veröffentlicht!)
und sie wurde deshalb dementsprechend hier und dort von Landsleuten als "Nestbeschmutzerin" wahrgenommen.
Wie kommt es nun urplötzlich,
dass gerade diese Vertriebenen selbst,
der BdV,
in einem Augenblick von Selbstvergessenheit ihre "Kritikerin" und so untypische "Vertriebene"
mit einem Menschenrechtspreis auszeichnen?

Nur weil es gerade opportun ist?
Nur weil das von langer Hand so geplant und eingefädelt wurde?
Weil ein Rechtsruck in der deutschen Innenpolitik und in der Geschichtsdeutung angesagt ist?
Wer drängte zu dieser logisch nicht nachvollziehbaren Tat?

Herta Müller hat beginnend mit dem Jahr 1982 bis in die jüngste Zeit hinein die Vertriebenen scharf kritisiert,
ihre Landsmannschaften und Einzelindividuen, oft ohne Grundlage.
Zuletzt schimpfte sie im Rahmen einer Ehrung in der Paulskirche gegen die Evangelische Kirche der Siebenbürger Sachsen A.B.,
der sie den Vorwurf machte mit Ceausescus Geheimdienst „Securitate“ paktiert zu haben.

Zu diesen Skandalen (siehe dazu auch des SWR- Report aus Mainz ... wie ein befreundeter Schriftsteller H.M. der Securitate auslieferte ...)
Trotzdem: Der Bund der Vertriebenen scheint auf einem Auge blind zu sein –
ebenso die Politiker,
die hinter solchen Entscheidungen stehen, diese durchsetzen,
obwohl längst erwiesen ist, dass sie auf das falsche Pferd gesetzt und gewettet haben, machen munter weiter.

Dabei opfert die Politik Prinzipien und setzt machiavellisch auf ein Mittel, das den Zweck heiligt.
Aus meiner Sicht:
ein Problem und ein Skandal!

Ich wollte meinen Augen und Ohren nicht trauen, als im Herbst von der Verleihung des "Franz-Werfel-Menschenrechtspreises an Herta Müller hörte. Ich habe die Sache in einem Kommentar in "Die Presse" aus Wien, Österreich angesprochen und an diversen Stellen in Internet.

Unglaublich:

Der Bund der Vertriebenen ehrt die eigene Kritikerin?

Wer das noch versteht, wird selig!

Was war vorher geschehen:


Herta Müller hat die Ehrengabe der Heine - Gesellschaft erhalten. Sie bedankte sich dafür, indem sie erklärte, mit Heine hätte sie eigentlich nichts am Hut!


Mit den "Vertriebenen" hat Herta Müller eigentlich auch nichts am Hut -
wie mit dem Zeit-Kritiker Heinrich Heine!

Aber ihre Preise nimmt sie trotzdem - pecunia non olet, oder?

Mit wem hat sie denn überhaupt etwas am Hut?

Und nach welch "höchst sonderbaren" Kriterien werden diese "Literatur-Preise" vergeben,
die sich dann doch als "politische" Preise entpuppen?

War der  Nobelpreis an Herta Müller auch ein "politischer" Preis …
etwa wie der Friedensnobelpreis 2009 an US-Präsident Obama?

Wird Herta Müller von gewissen politischen Kreisen vereinnahmt?
Weshalb?
Cui bono?

Und weshalb das große Schweigen im sonst so turbulenten Blätterwald?

Raum für Verschwörungstheorien aller Art!


Will man über Herta Müller die "deutschen Vertriebenen" wieder in die Diskussion bringen, diese gar rehabilitieren?

Will man gar einen Teil der "deutschen Geschichte" rehabilitieren?

Überhaupt nichts hätte ich dagegen, wenn es denn so wäre?

Aber es muss die richtige Person sein, die als Symbol dafür geradesteht.

Herta Müller jedenfalls ist diese Person nicht.
Sie ist viel zu umstritten.

 Ihre Vita ist dunkel vor ihrer Ausreise 1987 aus dem kommunistischen Rumänien - und ihre moralische wie politische Integrität ist nach meiner Auffassung nicht gesichert.

Wir werden eine Diskussion bekommen:

auf literaturwissenschaftlicher, -historischer und sprachlich- ästhetischer Ebene,
auf moralischer Ebene und
auf politischer Ebene.

Dann wird sich zeigen, was Sache ist.

Herta Müller sah den Feind in der "deutsche(n) Gemeinde" (Niederungen, Grabrede) -

die deutsche Gemeinde, die tüchtig ist, sich nicht verunglimpfen und verspotten lässt,
legt das Gewehr auf das erzählerische Ich an. Und im Kopf ertönt ein lauter Knall.

Den Lärm der vielen Denunziationen höre ich immer noch!
Herta Müller tat so, als sei sie "doppelt" verfolgt waren,
von den Landsleuten und von den Kommunisten.

Sie war mit dem RKP - Mitglied Richard Wagner,
heute Publizist in Berlin, verheiratet
und dieser von 1972- 1985 mit der kommunistischen Partei als Mitglied.

Auch Richard Wagner durfte mit den Segen der Kommunisten 1985
 hier nach Münster kommen,
während seine Landsleute an der „grünen Grenze“ totgeschlagen wurden.

Heute haben Herta Müller und  Richard Wagner diese belastenden biographischen Details verdrängt, alles vergessen!?


Auch die CDU-nahe Konrad Adenauer -Stiftung-
 (sie prämierte Herta Müller 2004 mit ihrem KAS- Literaturpreis) und Michael Naumann von der SPD - ( er hat H. Müller als Nobelpreis- Kandidatin nominiert) -
haben einiges ignoriert -
wie jetzt, aufgrund höherer Fügung, der Bund der Vertriebenen!
Wie sich die Dinge doch wandeln!

Der eine oder andere wird noch nachzudenken haben über diese Dinge, die noch manche Fragen aufwerfen und vielleicht auch noch einige Macht-Spielchen aufdecken werden.

Manche dieser Aspekte, die bei kritischen Geistern nur Verblüffung und Kopfschütteln hervorrufen,
habe ich immer wieder in unzähligen Diskussionen und Debatten angesprochen. (…)

In der Tat - einer ihrer ausschließlichen Befürworter ist Michael Naumann,

lange Mit- Herausgeber der ZEIT.

Auch in „Cicero“, wo Naumann einge Zeit (glaube ich den Chefredakteur stellte)
erscheint eine stilisierte Ikone Herta Müller auf dem Titelbild -
und innen kommt der Verleger vom Carl Hanser -Verlag zu Wort.
(Der ehemalige Rowohlt-Verlagschef Naumann und der Chef des Hanser Verlages schließen sich zu einem Bündnis zusammen, das nicht nur Geld generiert.)

So wird Geld gemacht - so wird der Name zum Brandname, zur Ware, auch wenn wenig Substanz im Produkt steckt.

Marketing ist alles - auch auf den Buchmarkt,
auch auf dem Kunstmarkt!

Wer durchschaut die kampagne für einen Namen?
Des Kaisers neue Kleider?



Es ist eine gigantische Volksverdummungsveranstaltung -
von Fans wie Naumann für das Lesepublikum,
dem man auch noch sagt,
was es zu lesen und was es zu kaufen hat.

(Dazu habe ich hier einen Blog-Beitrag veröffentlicht.)

Monsieur Literature Michael Naumann scheint ein absulotur Fan von Herta Müller zu sein,
ergo ist er unkritisch.

Michael Naumann hat die von ihm protegierte Herta Müller quasi durch die Hintertür im Namen der BRD nominiert -
still und leise, diskret
und dabei andere, verdienstvolle Autoren ignoriert, bewusst übergangen.
Darf das so sein und so bleiben?

"Who the fuck is Herta Müller"
-
fragte vor Jahren bereits der kritische Autor Klaus Bittermann aus Berlin -
und kam zur Schlussfolgerung ...
Herta Müller sei eine rabiat gewordene Volksdeutsche, die Literatur zum Davonlaufen produziere.
Jeder kann den Wert der Herta Müller -Literatur selbst überprüfen.
So etwas ist in keiner Weise preisverdächtig, schon gar nicht nobelpreiswürdig!
War es doch ein politischer Preis?
Was sagen die Befürworter:

Herta Müller habe das Banat in die Diskussion gebracht!
 Ja, in der Tat, als "Hölle auf Erden", mit dumpfen Menschen, die sich gegenseitig hassen! (F. C. Delius, Spiegel- Rezension von „Niederungen“ 1984).



Herta Müller hat die "Vertriebenen" wieder ins Gespräch gebracht!
Die nach Russland deportierten Volksdeutschen aus dem Banat und Siebenbürgen!

In der Tat, mein Vater war auch dabei - und mein Schicksal wurde dadurch mit determiniert, bis hinein in Opposition und Widerstand.

Jetzt profitieren die "Vertriebenen" im Augenblick davon!


Deshalb schweigen sie zum Vorleben der Herta Müller unter der Kommunisten-Decke ...
und sie werfen ihr sogar noch den Franz-Werfel-Preis für "Menschenrechte",
 hört, hört,
nach,

obwohl Herta Müller in Rumänien nie regimekritische Positionen bezogen hat.


Wenn wir das A posteriori- Geschwätz ehren wollen,
dann können wir auch Erich Mielke von der Stasi den Friedensnobelpreis zusprechen, nachdem er sagte:

Ich liebe doch alle Menschen!
Was soll diese Heuchelei?


Die Vertriebenen machen kurzfristig bei dem Täuschungsmanöver mit,
weil sie sich etwas davon versprechen!

Aktualität!

Und sogar Kanzlerin Merkel begrüßt den Nobelpreis für Deutschland,
auf den ersten Blick etwas Positives,
in der Hoffnung, dass keiner kommt und bei Herta Müller hinter die Kulissen guckt,
ihre Literatur überprüft und eine umfassende Vita einfordert.


Herta Müller hat den echten Widerstand gegen Totalitarismus verhöhnt,
ohne dass es bisher Konsequenzen gegeben hätte.

Wo ist das kritische Fernsehen?
Schläft es gut?

Nein, nein:

Es lässt sich sogar von Herta Müller missbrauchen, für ihre Denunziation instrumentalisieren (Report aus Mainz), nur damit die Autorin einen Verfolgungs-Mythos zementieren kann, der nichts mit der Realität in der Ceausescu - Diktatur zu tun hat.

Die kritische Debatte kommt noch.

Lügen haben kurze Beine, die Wahrheit hat keine, dichtete Herta Müller über einem ihrer sogenannten Essays - aber wir werden der Wahrheit Beine machen.

Gut recherchiert!

Und die literaturkritische Ziehtochter von Marcel Reich - Ranicki, Elke Heidenreich, hat sich auch nur zur Frisur von Herta Müller geäußert - aus kollegialer Solidarität zu einem Verlagsmanager, der Herta Müller über alle Maßen schätzt und aus Rücksicht auf eventuelle Interessenkollisionen mit dem Hausverlag, der heute viele Autoren und Kollegen verlegt.
Wie könnte man nur dem eigenen Verlag indirekt schaden, wenn man eine Meinung äußert, ohne dass man explizit danach gefragt wird.

Seitdem aus vielen eigenständigen Verlagen eine wenige Mammut- Verlagsanstalten geworden sind, ist es auch mit dem Pluralismus der Meinungen nicht mehr weit her.

Wozu anecken, wenn man auch konform gehen kann!

Wer meine Debatten zum Thema auf

www.siebenbuerger.de

nachlesen will, der findet dort auch einen Herta Müller-Verriss des Marcel Reich-Ranicki zu dem Buch "Der Fuchs war schon damals der Jäger".

Es wollte RR einfach nicht gefallen!


Dass er eine künftige Nobelpreisträgerin ablehnte, das konnte der "Literaturpapst" damals nicht wissen.

Ergo sagte er im Oktober 2009 nach der Entscheidung in Stockholm nur:

"Kein Kommentar".

Basta!
Nur sagt dieses Nichtssagen mehr als tausend Worte.

Foto: Carl Gibson

Nitzkydorf - ein "deutsches Dorf" im Banat.

In dieser etwas abgelegen Ortschaft wurde Herta Müller geboren.

Die Enge des Dorflebens bestimmte ihre Perspektive und ihre Kritik an der "deutschen Gemeinde".


Foto: Carl Gibson

Die römisch-katholische Dorfkirche in Nitzkydorf -
Taufe, Kommunion, Firmung und Hochzeiten nahmen hier ihren Anfang.
Herta Müller verhöhnte auch den katholischen Ritus.


Foto: Carl Gibson

Trostlose Heide-Landschaft bei Nitzkydorf im Banat



Foto: Carl Gibson

Temeschburg. Blick auf die Oper - hier nahm Herta Müller ihre Studien auf.
Ihre Abschlussarbeit ist ein gut gehütetes Geheimnis.



Foto: Monika Nickel

Im Ortszentrum der ehemals deutschen Gemeinde Sackelhausen im Banat unmittelbar vor den Toren Temeschburgs.

Die Kirche steht noch mitten im Dorf - aus dem Pfarrhaus wurde ein Luxushotel.
Hier wurde Carl Gibson getauft, erlebte die Heilige Kommunion und die Firmung. 
Bis 1980 war die Welt noch in Ordnung -
dann folgte der Exodus.

Determiniert die Herkunft die Perspektive?



©Carl Gibson. Alle Rechte vorbehalten.












Gedanken zur Aufarbeitung des Kommunismus in Deutschland - Wie Kommunisten die Freie Welt unterwandern Wendehälse und Opportunisten – die neue alte Gefahr für Demokratie und Werte!?

Gedanken zur Aufarbeitung des Kommunismus in DeutschlandWie Kommunisten die Freie Welt unterwandern
Wendehälse und Opportunisten – die neue alte Gefahr für Demokratie und Werte!?


Kann ein totalitäres Gehirn jemals demokratisch ticken?

Oder bleibt ein überzeugter Nazi auf ewig ein Nazi
und
ein Kommunist für immer ein Kommunist?

Wer einmal Hitler oder Stalin verehrte, wird sich wohl kaum zum lupenreinen Demokraten wandeln,
auch wenn er öffentlich nach Canossa pilgert
und Asche auf sein sündiges Haupt streut.

Mit den Nazis hat das demokratische Deutschland seine Erfahrung - bis heute.
Doch was ist mit den Kommunisten, die vor und nach der Wende fast unauffällig in der deutschen Gesellschaft aufgingen?

Sind ihre zahlreichen Damaskus-Erlebnisse echt?

Kann man jedem roten Saulus, der – quasi über Nacht - zum schwarzen Paulus mutierte,
wirklich trauen, ja vertrauen?
Oder bleiben Wendehälse für immer und ewig das, was sie eigentlich sind:

Schnöde Opportunisten, die das Fähnlein nach dem Wind drehen,
wenn dies nur den eigenen Interessen und dem eigenen Wohlergehen dient,
ganz egal ob Werte und Moral auf dem Altar der Rücksichtslosigkeit geopfert werden.

Was kümmert mich die Wahrheit, wenn die Lüge mir zum Endzweck verhilft!

Der Zweck heiligt die Mittel!

War das nicht immer schon so -

schon lange vor Machiavelli bei den alten Sophisten

und später bei den Kommunisten?

Einmal Kommunist – immer Kommunist!?

Einmal Lügner und Täuscher – immer Lügner und Täuscher!

Mit Kommunisten aller Couleur habe ich so meine Erfahrungen – in der Praxis noch mehr als in der Theorie, seit 35 Jahren.

Auf der eigenen Haut durfte ich ihre Methoden erleben, als Verfolgter und Opfer,
ebenso ihren Ungeist in der „geistigen Auseinandersetzung“.

Wer den Geist der Lüge verinnerlicht hat,
wer gezielt lügt und täuscht,
der wird auch im geistigen Disput unethisch und rücksichtslos vorgehen,
er wird Lug und Trug als Mittel der Täuschung und Blendung einsetzen,
um zu verwirren,
um Zwietracht zu stiften,
um letztendlich – und unabhängig von Fakten und objektiven Wahrheiten - die eigenen Zwecke zu erlangen.


Strategien der Unterwanderung

Wie gehen die früheren Marx-, Lenin- und Stalin-Verehrer vor,
wenn es darum geht,
die freie, westliche Gesellschaft subversiv zu unterwandern,
wenn es darum geht, angesichts neuer politischer Konstellationen das eigene physische Überleben zu retten und dabei auch noch Karriere zu machen?

Einiges habe ich beobachtet, zunächst nur nebenbei,
dann wesentlich kritischer in der eigentlichen Auseinandersetzung mit diesen
neuen „Freunden der Demokratie“.

Gestern noch sangen sie alle im Chor:


"Die Partei, die Partei, die hat immer recht,
…

Denn wer kämpft für das Recht hat immer recht!

Zur Erinnerung:

" Sie hat uns alles gegeben.
Sonne und Wind und sie geizte nie.
Wo sie war, war das Leben.
Was wir sind, sind wir durch sie.
Sie hat uns niemals verlassen.
Fror auch die Welt, uns war warm.
Uns schützt die Mutter der Massen.
Uns trägt ihr mächtiger Arm.
Die Partei, die Partei, die hat immer Recht!

Und, Genossen, es bleibe dabei;
Denn wer kämpft für das Recht,
Der hat immer recht.
Gegen Lüge und Ausbeuterei.
Wer das Leben beleidigt,
Ist dumm oder schlecht.
Wer die Menschheit verteidigt,
Hat immer recht.
So, aus Leninschem Geist,
Wächst, von Stalin geschweißt,
Die Partei - die Partei - die Partei. "

Über Nacht waren diese aufrechten Parteisoldaten plötzlich selbst die

Guten und Gerechten,
die den Zeitzeugen aus dem kommunistischen Gefängnissen den Spiegel vorhielten,
ohne zu vergessen die echten Opfer und Widerständler zu stigmatisieren, zu verunglimpfen, zu beschimpfen und zu diskreditieren.

Nun wie kam es, dass aus Verächtern der Bundesrepublik Deutschland, Amerikas und des Freien Westens Wappenträger der Demokratie wurden?

Wie kam es, das aus „roten Socken“,
die einst auf Deutschland spuckten,
konservative Kreuzfahrer wurden, die sogar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden?

Die Lüge macht es möglich!

Die Welt kann in der Tat auf den Kopf gestellt werden, wenn man es nur richtig macht,

mit „know how“,
mit der richtigen Strategie,
mit den richtigen Methoden geht das –

auch jenseits von Ethik und Moral.


Nun, was habe ich beobachtet?

Zuerst kam einer, dann ein weiterer -

Geläuterte?

Sie bildeten einen Brückenkopf und sorgten dafür, dass über die Zurückgebliebenen,

die (noch!) nicht kommen wollten, „literarisch“ diskutiert wurde – und bald auch politisch.

Ein Thema reifte heran, aus dem bald ein Mythos entstehen sollte.

Wer waren diese Zurückgebliebenen?

Überwiegend Mitglieder der Kommunistischen Partei,

Studenten, Gelegenheitspoeten, Marxisten, Stalinverehrer, die das kapitalistische System der Bundesrepublik ideologisch ablehnten,
ein halbes Leben lang,
so lange bis das Leben in den roten Diktaturen des Ostblocks unerquicklicher wurde.

Als Systemprivilegierte, parteiloyale und von der Kommunistenpartei geförderte Schriftsteller reisten sie schließlich in den Westen, zunächst nur,
um sich ein Bild zu machen,
um den Abflug zu planen,
um den aufkommenden Widerstands-Mythos zu beflügeln,
um das neue Nest vorzubereiten – b
is zum finalen Abgang von der sinkenden Titanic des Kommunismus.

Kurz vor dem Zusammenbruch des Ostblocks und der kommunistischen Welt waren sie auf einmal alle da,
in der Welt der Freiheit,
nein, nicht unter Lebensgefahr über die Grüne Grenze am Eisernen Vorhang,
sondern ganz legal mit Ausreisepässen
und im neuen Gewand:

als Helden,
als Widerstandkämpfer gegen Kommunismus und Pseudo-Sozialismus.

Die linke Presse Deutschlands nahm sie freudig auf und
kultivierte den Widerstandsmythos unkritisch weiter,
ohne zu recherchieren, wer in Wirklichkeit opponiert hatte.

Die konservative Presse schloss sich bald der Tendenz an, ebenso politisch naiv und unkritisch – bis heute.

Man glaubte den Heimgekommenen ihre Version der Geschichte –

und man glaubt ihnen immer noch, auch wenn aus den vielen kleinen Lügen inzwischen eine zum Himmel schreiende große Lüge geworden ist, die in Stockholm auch noch geadelt werden sollte.

Das Rezept der Akteure:

Sie verleugneten ihre ideologische Vergangenheit,

sie verschwiegen Belastendes aus ihrer Vergangenheit.

Beim Kultivieren der Lüge hatten sie Helfer, Helfershelfer und Seilschaften,

in der Regel ehemalige Genossen im In- und Ausland,

in Institutionen und akademischen Eichrichtungen, Personen,
die aus ganz unterschiedlichen Gründen das Lügenwerk mittrugen und heute noch mittragen,

fernab vom Gewissen eines Christenmenschen oder eines freien Aufklärers, der nur der Wahrheit verpflichtet ist und der persönlichen Würde und Achtung des wesenhaften Selbst.

Diese willigen Ja- und Amen-Sager haben Lügen schamlos gestützt und Wahrheiten anderer verhindert, ja torpediert, auch deshalb, weil die ehemaligen Weggefährten der ausgewiesenen Roten selbst „Dreck am Stecken“ haben und sich nicht exponieren können oder wollen.

Die Vergangenheit wird sie trotzdem alle einholen!

Statt den Dingen auf den Grund zu gehen,
stoppte man die Aufklärer und Kritiker,
vor allem dann, als Teile der deutschen Politik auf die neuen deutschen Helden aus der Fremde gesetzt hatten,
als diese Heroen Teil eines politischen Programms wurden.

So stellt man die Welt auf den Kopf!

So führt man die Werte der Demokratie ad absurdum!

Inzwischen ist die Lüge durchschaut, obwohl man das öffentlich nicht eingestehen will!

Während die Linken in Deutschland den Braten rochen und auf Distanz gingen,

verharren die Konservativen bis heute in ihrem Irrtum.

Ja, sie hatten auf die falschen Pferde gesetzt,

sie hatten mit diesen das Rennen forciert und nun fällt es schwer einzugestehen,
dass man Fehler gemacht hat und dass man die Leiter an der falschen Wand ansetzte wie einst die Helfershelfer der Kommunisten in der Diktatur

– doch politische Konsequenzen blieben aus.

Die Moral von der Geschichte:
Die Blender und Täuscher haben ihr Ziel vorerst erreicht.

Und arglose, gutgläubige deutsche Politiker sind auf das Blendwerk hereingefallen.
Dann aber wurden sie mitschuldig, indem sie das Lügenwerk mittrugen, obwohl es längst entlarvt war – bis heute.

Die politische Tragweite wird immer noch verkannt.

Wer wider besseres Wissen der Lüge Raum einräumt, der führt die traditionellen Werte der europäischen Demokratie ab absurdum.

Als Philosoph und Schriftsteller habe ich bisher dagegen gehalten – in Wort und Schrift,
aber auch als souveräner Bundesbürger, der sich einmischen muss, wenn die Wahrheit verdreht wird, wenn die Werte der Demokratie machiavellisch rücksichtslos umgewertet werden.

Als ehemaliger Widerständler in einer der repressivsten Diktaturen der kommunistischen Welt schulde ich das den ungezählten aufrechten Opfern des Kommunismus, die für ihre Überzeugungen ins Gefängnis gingen und dort ihr Leben ließen.


Carl Gibson

Mittwoch, 26. September 2012

Der Fall des Kommunismus in Europa begann bereits 1979 in Rumänien mit SLOMR - vor 33 Jahren: Securitate zerschlägt freie Gewerkschaftsbewegung

  Der Fall des Kommunismus in Europa begann bereits 1979 in Rumänien mit SLOMR - vor 33 Jahren: Securitate zerschlägt freie Gewerkschaftsbewegung

 
 
Der Sturz der Diktatoren und der Zusammenbruch des Kommunismus in Osteuropa waren keine Produkte des Zufalls -
einige Mauerspechte waren schon frühzeitig damit beschäftigt, Löcher in Mauern, Zäune und ideologische Bollwerke zu hämmern.

Die Mauer fiel - das Tor ist offen ... und die Akteure des Widerstands sind fast schon vergessen ...


Es gibt Daten und Ereignisse, die man jedoch nie vergessen kann.

Solch einschneidende Daten in meinem Leben sind der 4. April und der 4. Oktober.

Im Frühling, als die Blätter der Bäume ausschlugen, wurden wir verhaftet,
im Herbst, als die Blätter fielen, wurden wir, bis auf die Knochen abgemagert, aus der Zuchtanstalt entlassen.
Jährlich, wenn es auf diese magische Zahlen zugeht, klingelt eine innere Uhr und ruft alles wieder wach - es ist die Zeit der Anfänge des Untergangs des Kommunismus in Europa.

Am 4. April 1979 wurde die „Freie Gewerkschaft rumänischer Werktätiger“ SLOMR in Temeschburg (Timisoara) durch die örtliche „Securitate“ aufgelöst, zerschlagen, mehr als ein Jahr vor "Solidarnosc"in Polen.
 

Nachdem Radio Freies Europa (RFE) die Gründung von SLOMR in der Stadt an der Bega,
namentlich im Betrieb „Electrobanat“ (ELBA) über die Ätherwellen bekannt gemacht hatte,
wurden die Organisatoren und Unterzeichner der Bürgerbewegung SLOMR verhaftet und am Sitz der Securitate in Temeschburg verhört,

Den Gründern Erwin Ludwig und Carl Gibson wurde am 6. April 1979 ein „kurzer Prozess“ gemacht.

Sie wurden je zu 6 Monaten Haft verurteilt.


SLOMR-Temeschburg Mitbegründer Erwin Ludwig

Während sie und andere Oppositionelle der Ceausescu-Diktatur im Gefängnis saßen,
standen manche Literaten deutscher Zunge aus dem Banat noch Jahre lang treu zur Rumänischen Kommunistischen Partei,
als Mitglieder und als geförderte Literaten,
Opportunisten und Wendehälse,
die sich heute in Deutschland als Verfolgte und Dissidenten ausgeben.
Und man glaubt ihnen sogar

Die Geschichte der freien Gewerkschaft SLOMR in Temeschburg im Banat beschrieb ich ausführlich in dem Werk:

Symphonie der Freiheit.
Widerstand gegen die Ceausescu- Diktatur. 2008, 418 Seiten.

- aus der Sicht des aktiven Zeitzeugen, der die Ereignisse mit gestaltet hat.



Einblick in das Buch im Internet unter:




Hier auf meinem Blog
bzw. unter



veröffentlichte ich nachträglich (nachdem ich meine CNSAS- Securitate- Akte eingesehen hatte) weitere Dokumente aus der SLOMR- Oppositionszeit und davor bzw. umfassendes Bildmaterial zur Thematik, u. a. unter den Links:




(Dort noch viel mehr zum Themenkomplex „Kommunismus“ , Securitate, Ceausescu- Diktatur, Rumänische Geschichte, Rumänische Gauck-Behörde CNSAS, Vergangenheitsaufarbeitung mit weiter führen Links.)

Die Rumänen waren bisher nicht in der Lage, die Geschichte ihrer wichtigsten Oppositionsbewegung 10 Jahre vor dem Sturz von Diktator Ceausescu wissenschaftlich aufzuarbeiten.

Bei der CNSAS in Bukarest warten mehrere Ordner dazu auf baldige wissenschaftliche Auswertung.

In Deutschland fehlt leider ein überragendes, wahrhaftiges Interesse an rumänischer Geschichte.
Eine Gegenreaktion auf diesen Missstand ist die Gründung dieses

Instituts zur Auflärung und Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Europa,
zunächst als Blog.
Band zwei der „Symphonie der Freiheit“ liegt ebenfalls noch nicht im Druck vor,
weil der Verleger seinen verlegerischen Pflichten trotz eindeutigem Vertrag bisher nicht nachgekommen ist.

Zeitzeugen und Autoren sind – über die Erarbeitung der Materie hinaus – auch oft noch genötigt, Publikationen von allgemeinem Interesse zu finanzieren und sogar die Publikation rechtlich durchzusetzen, insofern sie über die materiellen Mittel dazu verfügen.

Andererseits erschleichen sich ehemals Systemprivilegierte Preise und Leistungen über das Vorspiegeln falscher Tatsachen.
Daran hat kaum noch jemand Anstoß genommen.


Dokument: Privatarchiv von Carl Gibson



Der Chef des Geheimdienstes "Securitate" in Temeschburg (Timisoara) General Taurescu
berichtet dem Vize-Innenminister Moise nach Bukarest:

(Die beiden freien Gewerkschaftsgründer) Erwin Ludwig und Carl Gibson wurden ( weisungsgemäß) abgeurteilt und ins Gefängnis geworfen.
Die Unterdrückung von SLOMR hatte höchste Priorität.
Präsident und Diktator Nicolae Ceausescu hielt sich dann noch zehn Jahre an der Macht.

SLOMR- Gewerkschaftsgründer Ionel Cana lebt heute noch verkannt in Bukarest.
Die Kommunisten von gestern, heute als Wendehälse in neuen Positionen, Ämtern und in der Wirtschaft, haben kein Interesse daran,
dass ihre Schandtaten während der Diktatur bekannt werden.


Dokument: Archiv Carl Gibson

Der jugendliche Opponent Carl Gibson als "Hilfsarbeiter" in dem Elektro-Betrieb ELBA in Timisoara (Temeschburg).
Der Betrieb ELBA hat die Revolution gut überstanden und existiert auch heute noch.


Foto: Carl Gibson (2008)

SLOMR-Temeschburg Mitbegründer Erwin Ludwig - seinerzeit ebenfalls Mitarbeiter im Werk ELBA -
wirft einen Blick in die
"Symphonie der Freiheit" -
Testimonium authenticum früher Opposition 1979.

Erwin Ludwig, von der Securitate mehrfach gefoltert, war seit seiner Ausreise 1981 nicht mehr in Rumänien.


©Carl Gibson. Alle Rechte vorbehalten.




Ein rotes Machwerk „Made in Germany“ – oder: Eine Verschwörung, die erst sehr spät als Verschwörung erkannt wird

   Buchautor und Blogger Carl Gibson unter verblühender Königskerze Ende August 2026 Ein rotes Machwerk „Made in Germany“ – oder: Eine Versc...