Mittwoch, 22. August 2012

Carl Gibson: Gegen den Strom. Deutsche Identität und Exodus - Neu: Allein in der Revolte

Neues Buch des Historikers und Philosophen Carl Gibson über Rumänien
zur Zeit der kommunistischen Diktatur



Neuerscheinung:

Carl Gibson:


Allein in der Revolte



Eine Jugend im Banat




ist endlich erschienen - unter dem Titel:


Carl Gibson, Allein in der Revolte.

Eine Jugend im Banat


im J. H. Röll-Verlag Dettelbach.

Aus editorischen Gründen wurde der ursprünglich vorgesehene und angekündigte Titel:

Carl Gibson: Gegen den Strom - Deutsche Identität und Exodus

Autobiografisches zum Untergang der deutschen Kultur im Banat und in Siebenbürgen während der kommunistischen Diktatur in Rumänien
Erlebnisse, Erinnerungen, Reflexionen

abgeändert.


Carl Gibson







Foto: Privatarchiv Carl Gibson

Melancholischer Rebell in der Revolte - Carl Gibson (19 Jahre jung)

Anno 1979 in Temeschburg, Banat, Rumänien,
unmittelbar vor der Verhaftung als SLOMR-Organisator in Temeschburg (Timisoara).

Auf meinem US-Blog liegt - noch für kurze Zeit - eine umfangreiche Leseprobe vor, unter :


Der Druck des Aufklärungs- und Aufarbeitungswerkes verzögerte sich verlagsbedingt um mehrere Jahre.

Buchrückseite:

Carl Gibson, M.A., Jahrgang 1959, Bürgerrechtler während

der kommunistischen Diktatur in Rumänien,

lebt als Philosoph, Historiker und Schriftsteller (VS)

in Bad Mergentheim.

Mehrere Buchveröffentlichungen, Aufsätze, Essays.

Zu seinen Hauptwerken zählen die literaturhistorische Dichter-Monographie:

Lenau. Leben – Werk –Wirkung, Heidelberg, 1989

sowie die autobiographische Darstellung: Symphonie der Freiheit.

Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur, Dettelbach 2008.


Ergänzend zur „Symphonie der Freiheit“, ein Erinnerungswerk, in welchem die Geschichte der ersten freien Gewerkschaft „SLOMR“ im Ostblock aus der Insider-Sicht eines Dissidenten sowie die Bedingungen der politischen und kulturellen Opposition differenziert wie kritisch beschrieben werden, schildert der Autor nunmehr im Folgeband „Allein in der Revolte“ seinen Weg in den antikommunistischen Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur.

Carl Gibson beschreibt das Phänomen des „real existierenden“ Kommunismus aus der konkreten Erlebnisperspektive eines jungen Nonkonformisten im Banat und erörtert dabei den Kampf um Menschenrechte sowie das Ringen der deutschen Minderheit um ethnische Identität. Zeitgeschichtlich orientiert fragt der Autor nach den Ursachen und Gründen, die zum Exodus der Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen aus Rumänien führten.



Foto: Privatarchiv Carl Gibson

Der jugendliche Carl Gibson in Sackelhausen
bzw. Temeschburg,
im Banat, Rumänien
während der Oppositionszeit 1977/1979 im antisozialistischen Westlook.





Carl Gibson


Aus dem INHALT:

Prolog:
„Heim ins Reich“
23. August 1944 – „Großer Tag der Befreiung“.

Teil I:
Präludium – ein Fisch im Wasser
Im dunklen Drang
Stadtluft macht frei – in Temeschburg geboren
Viele Identitäten und ein Selbst – in Sackelhausen daheim
Von Namen, Herkunft und Zukunft
Im Garten Eden – Zauberstab und Prisma
Niederungen und Höhen. Von der Freiheit der Kindheit und der Entdeckung der Welt
Ein „Homo ludens“ – Experiment und Hybris
Ein „Strom-“ Schlag – symptomatisches Scheitern?
„Heile Welt“?
Das „Wir“, die Gemeinschaft und das Fremde
Drei Kulturen – Menschen vor der Haustür
Erste Kontakte zu Rumänen – das „Fräulein“ und der Desperado
Tabu und Stigmatisierung
Herr „So-ist-das“
Am Brunnen vor dem Tore … und im Krämerladen an der Ecke
Pictor, der Gezeichnete – vom frei gewählten Anderssein
Freigeistiger Maler in kunstfeindlichem Umfeld
Einsamkeit und künstlerisches Schaffen – ein Schicksal hinter der Kunst
Exkurs:
Die Freiheit der „Zigeuner“ – ihr Wesen, ihre Kultur, ihre Musik
Teil II:
Zurück, zum Ursprung!?
Prosperität und Niedergang – das Banat während der Weltkriege
Stalinistische Willkür und Revanchismus: Enteignung, „Bodenreform“, Zwangskollektivierung
Von Freidorf aus in die Unfreiheit – Verschleppung Deutscher in die Sowjetunion
Schuld und Sühne – Zur Instrumentalisierung Volksdeutscher in der “Waffen-SS”
Verbannt in die Wüste – stalinistische Vergeltung gegen Deutsche im Bărăgan
„Inszenierte“ Geschichte – ein Schwabenzug
1968 – Der Prager Frühling und das Ende der Freiheit
„Dissidenz“ von oben? – Ceauşescu – Enfant terrible der Kommunistischen Welt?
„Die Russen kommen!“ – das Trauma von 1968
Tirol, Tirol … Argonner Wald … Waidhofen an der Ybbs – vom Reden und vom Schweigen
Geschichte und Wahrheit – Begrenzung oder Stimulans der Freiheit?
Ethos und Humanität – im Wertevergleich zwischen Leitsatz und Vorurteil
Andere Völker, andere Sitten – von nationalen Tugenden … Lastern und religiöser „Toleranz“
Das Banat ist die Stirn – Heimat und gesunder Patriotismus
Herkunft und Heimat – Lex sanguinis oder Jus soli?
Aufforderung zum Tanz – oder: vom Reigen und vom Contredance.
„Rumänisches Herz“ und „Unkraut“ – Chauvinismus und Nationalkommunismus
BRD oder DDR? Ethnische Selbstbehauptung und Identitätswahrung
„Meine Ehre heißt Treue“! Übermenschentum und Nibelungentreue
Kriegsfolgen, Minderheiten und Irredentismus
Bildung ist Freiheit, und Wissen ist Macht. Vom Ritus des Lesens
Ein Königreich für ein Buch!
Bücherwelten, sexuelle Aufklärung und Tabus
Vom Ungeist des Hasses und von der Macht des Ressentiments
„Unterm Rad“ - zwischen dem Hochdeutschen und banat- schwäbischer Mundart
Felix Krull und Linguistik, Grammatik, Komparatistik für Anfänger
„Wert und Ehre deutscher Sprache“
Ein Liebling der Götter – von der Freiheit realsozialistischer Pädagogik
Du gehst zur Schule, vergiss die Peitsche nicht! – Von Zucht und Züchtigung
„Lever dood ut slow“ – Literatur-Rezeption, Kulturkampf und Selbstfindung
Vom Tuten und Blasen … und vom Singen – frühe Indoktrination und Lobhudelei
Der „Homo novus“ des Sozialismus – oder: der „unfreie Mensch“
Zum Glück verdammt? Der Mensch als „Pawlowscher Hund“ und das Eiapopeia vom Himmel
„Entweder – Oder“ !? Kartoffelsuppe und Seelenheil
„Geh zu Hitler“ – der „böse Deutsche“ in Ideologie und Alltag
„Geld stinkt nicht“! „Bakschisch-Kultur“ und „Kopfgeld-“ Mentalität
Lernt! Lernt! Lernt! Von „linguistischer Satisfaktion“ zum „interkulturellen Witz“
„Der Unbeständige“ – drei Gymnasien und ein Ziel
„Proletarier“, Possenreißer und „Pojatzel“ – von der Freiheit des Narren
Ein „Spiel mit dem Feuer“ – verbotene Dinge und deplatzierter Humor

Carl Gibson

(Fotos: Monika Nickel)




Wer mehr zu den Themen:



Geschichte des Banats,
Sackelhausen,
Temeschburg,
Alltag und Opposition während der kommunistischen Zeit in Rumänien erfahren will,
kann die einzelnen Kapitel online lesen,
kostenlos, aber bestimmt nicht umsonst!
 
Die hier bereits veröffentlichten "Dokumente" und "Bilder" veranschaulichen und ergänzen die Beschreibungen des Zeitzeugen.

Wissenschaftliche Zitation ist gestattet.
Kommerzielle Verbreitung der Texte oder von Auszügen daraus jedoch nicht.


 Foto: Carl Gibson

Der Alt (Olt) in den Karpaten auf dem Weg in den Strom (Donau)
 
 


Leseprobe:

Online-Publikation
von:

Carl Gibson, Allein in der Revolte
Selbst erlebte Geschichte und Geschichten aus dem „Securitate“-Staat

Foto: Privatarchiv Carl Gibson

Schwarz, Rot, Gold-
 
Offenes Bekenntniss zur Bundesrepublik Deutschland
bzw. zum Christentum
 
Anno Domini 1977 in Sackelhausen/ Temeschburg, im Banat -
im kommunistischen Ausland "Rumänien"
zur Zeit des Kalten Krieges zwischen Ost und West.

Inhalt - folgende Kapitel werden bzw. sind als Leseprobe bereits veröffentlicht:

Teil I:
Der lange Weg zur Freiheit
Von der Lichtmetaphysik und der Symbolkraft der Farben
Die Partei – zwischen Nationalismus und Internationalismus
Äußere Erscheinung und innere Werte
ICHTYS – vom religiösen Widerstand und von der Solidarität der Verfolgten
Im Dilemma – „Kulturkampf“ zwischen katholischer Kirche und atheistischem Staat
Ein „Kreuzträger“ im „Aufstand der Moral“
„Märtyrer für Christus“ – ein Monsignore, ein Jesuit und ein Konvertit
Ein „Brief mit sieben Siegeln“
Opfergang für ein Buch – „Präfaschist“ Nietzsche
Schwarz, Rot, Gold
Im „Zeichen des Kreuzes“
„Agent provocateur“? Vom „Deutschen Orden“ zu Otto von Bismarck
Maskerade
Nachspiel und Folgen
Nichts wie weg! – „Gehen wir oder bleiben wir“?
Unendlicher Bolero
Rumänien-Rundreise – das „Blau von Voroneţ“
Reflexionen
Bukarest – In der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Großstadtflair
„Hungerstreik“ und „ziviler Ungehorsam“ – im Ministerium
Spießrutenlaufen
Stalins Schattenriss – vom Großen Terror der Diktatur
Jedem das Seine – von Menschheitsverbrechern und moderner Tyrannis
Auftakt mit einer Bestie
Der Mohr im Loch
Zuckerbrot und Peitsche – oder: vom „Wesen der „Securitate“
Zukunft aus dem Kaffeesatz – von der Freiheit des Okkulten
„Bafta“! Glück und Glas … Von der „weißen Magie“ „schwarzer Leute“
Ein Anflug von Freiheit
Freiheit oder „Anarchie“? „Schein statt Sein“
Instrumentalisierte Instrumente
In Sturm und Drang – Ideale und „Idole der Freiheit“:Beethoven, Mozart und Goethe
Schiller und Lenau
Beben und Erschütterungen
Ein langer Tag – zwischen Dom und Kathedrale
Unter Rosen
In Memoriam „Weiße Rose“
Das Kreuz und die Rose
Nach Süden, ans Schwarze Meer
Das „Eiserne Tor“ am „Eisernen Vorhang“
Holzkreuze im Wind – Bărăgan
Himmel und Hölle
Einübung in die Ars amatoria
Tristia – mit Ovid in Tomis
Deutsch-deutsche Begegnungen
Foto: Privatarchiv Carl Gibson

Melancholischer Rebell in der Revolte-
 
Carl Gibson (17 Jahre jung)
Anno 1976 in Temeschburg, Banat, Rumänien
Teil II:
Flamme und Schwert
„Du bist nichts – Dein Volk ist alles!“ „Parasitäre Elemente“ und Schmarotzer
In einer kleinen Konditorei … in der Bastei – Signale der Freiheit: Es gärt im Land!
Felix, der Musiker
Musik als kulturelle Opposition und Widerstand
Musik-Rezeption
Mozart – Musik als Manifestation von Freiheit und Menschenrechten
Großmutters Garten Eden
„Schaffe, schaffe!“ – „Von nichts kommt nichts“ – Großmutters Lebensphilosophie
Das Refugium auf dem Land – schöpferische Freiheit in freiwilliger Abgeschiedenheit
Mozart und Schubert – Therapeutikum Musik
Melancholie und künstlerisches Schaffen
Literatur- und Geistesrezeption – von Heine und Lenau zu Nietzsche
Künstlerisches Schaffen im Untergrund – „Die Flucht in die Heimat“ zu: „Don Carlos Rex“
„Maria Magdalena“
Ceauşescu in Sackelhausen
„Déjà-Vu“ mit zwei Königen
Staatspräsident „auf Lebenszeit“ und KP-Chef Ceauşescu – Reflexionen eines Ungehorsamen
Widerstandsrecht und Tyrannenmord
„Heim ins Reich“ – Bundeskanzler Schmidt als Katalysator des Exodus
Menschenhandel und Kopfgeld
In den Vorhallen des Orakels
Warten auf … den Pass – von der „Freiheit der Verweigerung“
Im Fadenkreuz des Geheimdienstes „Securitate“
Panta rhei – auf der Suche nach oppositionellen Alliierten
Gegeneinander statt miteinander – Nationalkommunisten und Chauvinisten
Gebeugte Häupter bleiben vom Schwert verschont, also duckt euch!
Am Meer, im Reich der Sinne
Die „Loreley am Pontus“
Eine „unheilige Madonna“ und Don Juan auf Urlaub
In Angst und Verzweiflung
System-Opfer am Wegrand
Das Heil in der Flucht … über die grüne Grenze
Ein gescheiterter Fluchtversuch an der Donau
Vor dem Ausbruch in die Freiheit
Grenze und Grenz-Erfahrungen oder Hybris?
Rettung
Folter und Strafe
Homo sum – U-Haft in Drobeta – Turnu Severin
Sippenhaft
Symphonie der Freiheit – Widerstand gegen die Ceauşescu -Diktatur – Ausblick


Foto: Privatarchiv Carl Gibson
Foto: Privatarchiv Carl Gibson

Verurteilung der beiden Gründer der "Freien Gewerkschaft rumänischer Werktätiger SLOMR"
Erwin Ludwig und Carl Gibson -
"Urteil" in deutscher Übersetzung.

In dem im Mai 2008 publizierten Werk “SYMPHONIE DER FREIHEIT” wird die Geschichte der ersten größeren freien Gewerkschaft in Osteuropa “SLOMR” beschrieben.
Die zweite Teil “Allein in der Revolte “
schildert
den Weg zur freien Gewerkschaft SLOMR
sowie die Voraussetzungen und Bedingungen antikommunistischer Opposition während der Ceausescu-Diktatur.


Mehr zum Thema Kommunismus hier:
Carl Gibsons neues Buch
zur kommunistischen Diktatur in Rumänien -
über individuellen Widerstand in einem totalitären System.

Allein in der Revolte -
im Februar 2013 erschienen.
Das Oeuvre ist nunmehr komplett.
Alle Rechte für das Gesamtwerk liegen bei Carl Gibson.
Eine Neuauflage des Gesamtwerks wird angestrebt.
Carl Gibson
Buchrückseite


Fotos: Monika Nickel
©Carl Gibson. Alle Rechte vorbehalten.

 
© Carl Gibson.  Copyright for all published textes : Carl Gibson
 
© Carl Gibson. Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved.

 

 

Sonntag, 19. August 2012

Quo vadis, Europa? Zum Wiedererwachen des Kommunismus von Deutschland aus

Quo vadis, Europa?
In memoriam "Bau der Mauer" in Berlin vor 60 Jahren.


Im DDR-Jargon hieß sie "antifaschistischer Schutzwall" -

mit solcher Heuchelei pervertierten die Kommunisten Erich Honeckers der SED selbst den "Antifaschismus",
der die Existenzgrundlage der DDR darstellen sollte.


Foto: Monika Nickel

Auf den braunen Totalitarismus folgte der rote - Reste der "Berliner Mauer",
entdeckt:
1000 Kilometer südlich der deutschen Hauptstadt
irgendwo in Südbaden - sie erinnern und mahnen.


Ein Gespenst geht wieder um - das Gespenst des Welt - Kommunismus!

Wer hat die Mauer gebaut - die Amerikaner?

Deutsche Jugendliche wissen es nicht mehr.

Wer war Michael Gorbatschow?
Russische Jugendliche zucken verwundert die Schultern!

Kaum sind Mauer und Eiserner Vorhang gefallen,
angeblich für immer,
und schon wollen linke Demagogen ihn wieder haben:
den Kommunismus als Erlösungsmodell der Menschheit -
nach nur 20 Jahren Abstinenz!

Die Forderung ist ungeheuerlich,
eine schamlose Verhöhnung der Opfer - und das noch im Namen der

Gerechtigkeit"!

Gerechtigkeit? Gerechte Gesellschaft?

Wie gerecht war der SED-Staat unter Ulbricht und Honecker?

Wie gerecht waren alle anderen Diktaturen Osteuropas
und
vor allem jene paradigmatische des großen Völkergefängnisses Sowjetunion?

Was brachte der Weltkommunismus der Menschheit?
Annähernd 100 Millionen Tote?

Allein während der Herrschaft von Stalin, Mao und Pol Pot gab es diese Opfer - wer bilanziert schon weltweit?
Und was machen die Deutschen daraus - nach vier Jahrzehnten der Teilung,
nach Mauerbau und nach allen Terror-Erfahrungen der SED-Diktatur?

Sie lassen es zu, dass eine neue Romantik aufkommt,
eine Sehnsucht nach dem Wiedererwachen des Kommunismus
auf deutschem Boden,
ohne zu erkennen,
dass Kommunismus Diktatur bedeutet,
also das Gegenteil des demokratischen Rechtsstaates.

Zur Erinnerung:

Foto: Carl Gibson

Das war der Kommunismus - Am "Eisernen Vorhang"
bei Sopron an der ungarisch-österreichischen Grenze,
heute ein "Mahnmal"!

Wer Abkühlung nötig hat,
der möge nach Moskau blicken,
wo uneingeschränkte Despoten wie Putin willkürliche Prozesse abrollen lassen

oder
nach Minsk, wo Lukaschenko, der "letzte Diktator Europas" seine politischen Gegner aus der Opposition krankenhausreif prügeln und danach noch verhaften lässt.

Dort ist Kritik angesagt -
oder in der Volksrepublik China,

wo die elementaren Menschen- und Bürgerrechte immer noch mit Füßen getreten werden, trotz wirtschaftlichem Liberalismus.


Wehret den Anfängen!
Und hört euch die alten SED und Stasi- Parolen an:
... die Partei, die Partei , die hat immer Recht,
...

denn wer kämpft für das Recht
der hat immer recht ...

Die repressiven Apparate der roten Diktaturen KGB,
Staatssicherheitsdienst der DDR,
die Securitate Ceausescus etc. lassen grüßen!
Die Rechts- und Gerechtigkeitsauffassungen der Kommunisten sind doch bekannt?
Oder?

Man muss nicht unbedingt ein Historiker sein und auch kein Zeitzeuge, der den Terror der Roten in der Zelle erlebt hat, um zu wissen,
was der Kommunismus war.

Leider ist die verbrecherische Geschichte des Kommunismus weltweit noch nicht aufgearbeitet, auch aus praktisch- pragmatischen Gründen.

Cui bono?

Den "alten Seilschaften" aus der Stasi und der SED mit ihren Blockparteien,
Chamäleons und Wendehälse,
die heute - nach erfolgreichem Wandel wieder in Amt und Würden sind,
innerhalb der Wirtschaft ,
aber auch innerhalb der SED- bzw. PDS-Nachfolgepartei DIE LINKE?

Das Berufen auf "Gerechtigkeit" ist reine, von Ressentiments getragene Demagogie -

ebenso wie der entschuldigende Hinweis a posteriori,
DIE LINKE habe sich vom "STALINISMUS" distanziert - und damit BASTA!

So einfach ist das nicht!

Wann endete der verbrecherische Stalinismus?

1989, mit dem Fall der DDR und des kommunistischen Imperiums Sowjetunion?

Wer den Kommunismus als "politisches Ziel" anstrebt,
agiert nach meiner Auffassung hetzerisch, demokratiefeindlich und verfassungskonträr.

Was ist mit den Führungspersonen, die den Kommunismus in der DDR und sonst wo im Ostblock mitgetragen haben, die die verbrecherischen Befehle an ihre Geheimdienste formulierten, die Rechtsbeugung anordneten?

Wehret den Anfängen – Wegschauen ist der falsche Weg!
Lassen wir es nicht zu, dass Demagogen von links oder rechts - an billige Masseninstinkte appellierend - den demokratischen Rechtsstaat untergraben.


Foto: Carl Gibson

Für Frau Lötzsch (DIE LINKE) und andere Romantiker des Marxismus-Leninismus aus DIE LINKE:

"Maschendrahtzaun" - Relikte am "Eisernen Vorhang" bei Sopron -
an die Verbrechen des Kommunismus erinnernd.


Die unverantwortlichen Parolen einer Brandstifterin aus der Partei DIE LINKE zeugen von dem Geist der politischen Vereinigung, hinter welchen der Ungeist eines
Marx, Lenin und Stalin lauert,
Hetze und Spaltung –
und dahinter sogar das Verbrechen.

Der "Kommunismus" darf - ebenso wenig wie der "Nationalsozialismus" oder der "Faschismus" nie wieder als "politisches Ziel" angestrebt werden!

Alle diese totalitären Weltanschauungen führen zu Unfreiheiten, Terror und Diktatur.



Die Opfer des Kommunismus müssen die Dinge schonungslos beim Namen nennen und weiter aufklären.

Wenn solch verfassungsfeindliche Parolen bereits 20 Jahre nach dem Fall des Kommunismus in Osteuropa und in der Sowjetunion möglich werden,
dann zeugt dies von einer noch nicht erfolgten
Vergangenheitsaufarbeitung.
Die Bewältigung des Kommunismus kommt noch auf uns zu.



Foto: Privatarchiv Carl Gibson

Ehemaliger antikommunistischer Bürgerrechtler Carl Gibson an der
"Mauer in Westberlin"
im Jahr 1981.
Der Kommunismus schien noch für 1000 Jahre fest zementiert.

Im Hintergrund: Der "Todesstreifen".

Die Mauer - Opfer mahnen!

An dieser Stelle starben Menschen, nur weil sie den Ausbruch in die Freiheit wagten.


Mein Plädoyer für die Freiheit -
nur wer sie nicht hatte, weiß ihren Wert zu schätzen.

( Carl Gibson, Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur. 2008.)

Die Opfer der beiden Diktaturen auf deutschem Boden im 20. Jahrhundert sollen nicht umsonst gewesen sein.


Dort, wo die Würde des Menschen bedroht wird,
ist Widerstand angesagt - überall, weltweit.



P.S. Eine leicht veränderte Fassung dieses Kommentars auch auf:

http://www.carlgibsongermany.wordpress.com/


Wenn wir die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit nur Kommunisten überlassen, dann wird es keine Aufarbeitung geben! Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Wer die Verlogenheit und das Täuschungshandwerk verinnerlicht hat, der wird weiter die Wahrheit verfälschen und im eigenen Interesse andere hinters Licht führen.

Der Bock darf nicht länger Gärtner sein und Täter nicht länger Opfer!


Copyright: Carl Gibson

Ein rotes Machwerk „Made in Germany“ – oder: Eine Verschwörung, die erst sehr spät als Verschwörung erkannt wird

   Buchautor und Blogger Carl Gibson unter verblühender Königskerze Ende August 2026 Ein rotes Machwerk „Made in Germany“ – oder: Eine Versc...