Sonntag, 30. September 2012

Satire oder Beleidigung, Spaltung oder Versöhnung? - Grenzfall "Banat"

Das Banat: "Die Hölle auf Erden"!?

Es war Georg-Büchner-Preisträger F. C. Delius, der mit seiner provokativen Rezension im SPIEGEL die literarische Exotin Herta Müller aus dem rumänischen Banat erstmals in die literarische Diskussion brachte.

Dazu machte ich mir so meine Gedanken und schrieb ich folgende Beiträge aus der Sicht eines betroffenen Banater Schwaben, der seinerzeit (1984) in der Bundesrepublik lebte, während Herta Müller von Rumänien aus gegen ihre deutschen Landsleute satirisch, polemisch und beleidigend zu Felde zog - mit spitzer Feder und im undifferenzierten Rundumschlag sogar im deutschen Fernsehen, wo sie die angeblich faschistoiden Tendenzen der Deutschen aus dem Banat anprangerte.

Wer nahm Anstoß an dem unberechtigten, denunziatorischen Vorgehen?
Wer wehrte sich?
Die Debatte blieb einseitig bis zum heutigen Tag, obwohl Herta Müller noch oft moralisch entrüstet aufgeschrien und angeklagt hat, um sich selbst in Szene zu setzen, um in der Diskussion zu bleiben.
Immer neue Feindbilder mussten herhalten, zunächst die Banater Schwaben, dann die informellen Mitarbeiter der "Securitate", selbst die evangelische Kirche A. B. der Siebenbürger Sachsen wurde von der mutigen Heroine angegriffen und an den Pranger gestellt, damit die Welt erfuhr, wer Herta Müller verfolgt hat.

Eine Obsession?

Herta Müller vergaß allerdings zu erwähnen, dass sie als Systemloyale von Kommunisten gefördert und geehrt worden war, dass sie mit dem Kommunisten Richard Wagner verheiratet war und dass sie und ihr Gatte privilegierte Westreisende waren, "nützliche Idioten" der Kommunisten, die eben den Kommunisten des Diktators Ceausescu als ideologische Scharfmacher und Agitatoren halfen, die eigene deutsche Minderheit in Agonie und Exodus zu unterdrücken und an die Wand zu fahren.
Das wird oft vergessen.

Eigennützig paktierten Herta Müller und Richard Wagner mit den Kommunisten, während die echten Dissidenten in den Folterzellen der Securitate schmachteten.
Die "moralisch integere" Herta Müller mit dem reinen Gewissen hat bekanntlich den Nobelpreis für Literatur erhalten, eine Auszeichnung, die ethisch definiert ist - durch Alfred Nobel selbst. 

  


Von der Rückseite des Mondes - oder:
eine verhängnisvolle Rezension

Für ausgewiesene Banatexperten wie F. C. Delius, der in jener Gegend bestenfalls ein paar sonnige Urlaubstage verlebte hat, um dann im Spiegel-Stil das Banat als rückständige Gegend zu beschreiben, etwa wie der Blinde die Sonne,
war das Banat natürlich kein Garten Eden mehr,
kein Elysium,
kein Paradies, sondern der Unort schlechthin,
das Gegenstück zum Locus amoenus,
ein Ort des Grauens,
ein Locus terribilis, kurz das Alte Babylon und Sodom und Gomorra in einem, als moderne Stätte pathologischer Obszönität!

„Herta Müller beschreibt - in der 80seitigen Titelerzählung und in den meisten der 15 Kurztexte - vordergründig nicht mehr als ein Dorf. Ein Dorf, das für alle "schwäbischen" Dörfer im Banat steht, und das vermutlich auch den "sächsischen" Dörfern in Siebenbürgen ähnlich ist. Das Dorf wird aus dem Blickwinkel eines Kindes gesehen. Ohne erklärte Absicht der Aufarbeitung und ohne die uns vertraute Betroffenheits-Weinerlichkeit steigt Herta Müller in die kindliche Wahrnehmung zurück. Sie fängt die Blicke auf, die Gesten, die Bewegungen, die Ängste und Fantasien der Kinder und konfrontiert sie mit dem Verhalten der Erwachsenen. Herta Müller schreibt, als erwache sie - in einem Reich der Grausamkeit. Denn das deutsche Dorf, es ist, mit einem Wort, die Hölle auf Erden.“


Für F. C. Delius, als sensationell ausgerichteter Journalist,
streitbarer und prozessfreudiger Autor sonst überkritisch,
folgt den Geschichtlein willig, ohne auch nur etwas zu hinterfragen,
so als wollte er die unverkennbaren Provokationen, die gelegentlich an Hetze grenzt, bewusst transportieren.

War unsere Heimat ein waste land, eine Art fernes Sibirien, eine die dunkle Kraterlandschaft auf der Rückseite des Mondes, die noch niemals betreten wurde?
War das Banat ein kulturloser Landstrich,
von Inzucht durchsetzt, eine Terra inkognita, wo noch kein Forscherauge hin dringen durfte, schlimmer noch als das Dantesche Inferno?

Das Banat - eine abstruse Welt mit dummen und bösen Menschen, mit deutschem Scheitel, deutschen Schnurrbart,
mit biologischen Sonderphänomenen, mit Fliegen die Maden im Flug fallen lassen, eine Welt, wo Katzen sich mit Hunden paaren und ähnlichen Skurrilitäten, genauso wie er es bei seiner Gewährsfrau, bei Herta Müller, nachlesen konnte?

Meine und anderer Menschen Heimat - noch rückständiger als die rückständigsten Ecken in Österreich oder in der Schweiz, wo Höhenfeuer brannten und Thanatos regierte, aus denen Thomas Bernhard und Peter Handke zu berichten wissen – „Nestbeschmutzer“ und Tabubrecher auch sie?

F.C. Delius’ Vorstellung vom Banat und indirekt auch von Siebenbürgen gleicht den Schilderungen eines Reisenden zum Mond, der dort grüne Männchen getroffen hat, Außerirdische, die ihm die obskure Rückseite schildern oder die Schwarzen Löcher in fernen Galaxien.

Weil F. C. Delius offensichtlich Gefallen an der Art der Schilderung fand, ergriff er Partei und billigte den surrealen Zerrbildern auch „Wahrheitsgehalt“ zu, ohne die Perspektiven zu hinterfragen und die Täuschungen dahinter.
Die sonst kritische „Spiegel“-Redaktion folgte ihm und vergaß dabei, den sozialistischen Realitäten real ins Auge zu sehen, nicht nur, weil es gerade nicht opportun war, sondern weil das Blatt aus Hamburg höchst wahrscheinlich eigene Absichten verfolgte,
nämlich die Instrumentalisierung dieser Satiren, Karikaturen und Polemiken zu innenpolitischen Zwecken. „Niederungen“ war ein gutes Instrument, um dem deutsch konservativen, vaterländischen Lager ins Kontor zu schlagen.

Aus der Sicht der Betroffenen aber war diese unausgewogene, die besondere Situation der Exponierten verkennende Buchbesprechung, die zudem Herta Müller auf ein Treppchen hob, das ihr nicht zustand, damals nichts weiter als blanker Hohn, sie war eine gezielte Provokation, die bei allen Betroffenen nur Bitterkeit hervorrief, ein Pfahl im Fleisch, ein Keil, der trennte und spaltete, wo versöhnende Integration angesagt war.

So etwa hetzte einst Julius Streicher Menschen gegeneinander auf - und jetzt mit Delius auch das Blatt aus Hamburg?

Oder war die wenig Frieden stiftende Verhöhnung deutscher Landsleute gar legitim?
Von der Schelte und der argen Verunglimpfung nicht betroffen waren nur diejenigen, die nicht lasen, was über sie geschrieben wurde.

DER SPIEGEL kultivierte solchen Stil, weil es in politischen Kampagnen gegen Konservative der hauseigene war.
Und kaum einem fiel es auf, dass das Blatt vom Elbstrand nicht nur gegen Religionen oder Weltanschauungen polemisierte,
gegen Christus und Hitler und Strauß und manchmal gegen totalitäre Systeme ins Feld zog, sondern diesmal - und ganz ungeniert – gegen eine der deutschen Volksgemeinschaften hetzte.

Was 1984 im SIEGEL begann, kulminierte im Jahr 2009 in dem Wochenmagazin DIE ZEIT, Nr. 31 in dem Artikel "Die Securitate ist noch im Dienst", aus der Feder von Herta Müller,
in der Zwischenüberschrift

"Die Verleumdung gehört zum Brauchtum der Banater Schwaben",

eine Sentenz, deren Urheberschaft auf die ZEIT-Redaktion zurückgeht,
deren Auswirkung auf Banater Schwaben aber so drastisch ist, wie die Verhöhnung des Propheten Mohammed in den Ohren frommer Glaubenbrüder des Islam.
  

Früher ignorierte ich solch ein Vorgehen einfach und sah großzügig über das Verletzende hinweg. Hatte ich doch selbst diesen Stil lange Jahre süffisant genossen, solange sich Sarkasmus und Polemik gegen den Sowjetkommunismus richtete und gegen totalitäre Systeme weltweit.

Seinerzeit verschlang ich antikommunistische Polemik wie das tägliche Brot als geistige Nahrung, die mich am Leben hielt. Jener Stil war für mich eine Waffe, die ich selbst gern einsetzte, ein Mittel zur Wahrheitsfindung, doch nicht die Wahrheit selbst.

Seitdem ich 1979 deutschen Boden betreten hatte, distanzierte ich mich vom SPIEGEL und las dafür lange Jahre die Frankfurter Allgemeine Zeitung, wo ich mich weltanschaulich und politisch gut aufgehoben fühlte; eben weil ich den Hetzstil, den ich, solange er gegen den ideologischen Feind gerichtet war, mit trug, nun nicht mehr akzeptieren wollte und weil eine ferne Verwandtschaft zum Stürmer Streichers nicht ganz zu verkennen war.

Wer gegen eine Minderheit hetzt, der hetzt auch bald gegen ganze Völker!

Manchmal konnte der SPIEGEL-Stil auch fein sein und verführerisch subversiv; oft war er aber nur plump und grob, wie in der gesamten Auseinandersetzung mit bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Strauß.

Noch heute erinnere mich einer unfairen Berichterstattung anlässlich des Ägyptenbesuches von Franz Josef Strauß, wo es hieß - ich zitiere aus dem Gedächtnis -
Kamele werden scheu, Pferde brechen aus: Franz Josef Strauß nähert sich den Pyramiden.

Über Strauß wurde so halb Bayern angegriffen und diffamiert, namentlich
jene Mehrheit in Bayern, die über Jahrzehnte konservativ wählte und dem resoluten Demokraten nahe stand.

Hetze setzt subtil ein und steigert sich dann autodynamisch bis zur Volksverhetzung.

Wehret den Anfängen, auch hier!

Doch weshalb sollte es dem Banat, das wesentlich kleiner und viel unbedeutender war als das schöne Land der Bayern und Franken, besser ergehen.


Foto: Carl Gibson

Die "Hölle" in Nitzkydorf - für andere war das Heimat!


Ob Dichter lügen?

Von Gesetzen der Perspektive und folgerichtigen Schlüssen


Friedrich Christian Delius,
der Rumänien - aus der Perspektive des flüchtigen Goethe-Institut –Referenten - bestimmt sehr gut kennt
und bestimmt schon manches zur Thematik erforscht und veröffentlicht hat,
der auch mit der Geschichte des Banats bestimmt bestens vertraut ist
und auch in differenzierter Weise über das Zusammenleben mehrerer verschiedener Völker Auskunft geben kann,
der die Ethnizität und die Geschichte des Dorfes im Banat gut kennt,
die Verschiedenheit der Dörfer aus ihren Siedlungsursprüngen heraus versteht, bis hin zu den achthundertjährigen Besonderheiten des Dorfes in Siebenbürgen, will, wenn es um Wahrheit geht, den Schriftstellern vertrauen!

Er wählt dabei die Mehrzahl, denn die Dichter,
das weiß er bestimmt auch,
wären schon von Platon aus dem Staat gejagt worden, weil sie es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen: weil Dichter lügen, wie es Nietzsche erhärtet.

Man muß sich, wie immer, wenn die Wahrheit gefragt ist, an die Schriftsteller halten,
postuliert Delius (in eigener Sache!Sic! Er, ein Apologet der Wahrheit? Allein diese eine Rezension gibt zu erkennen, welchem Wahrheitsbegriff er anhängt und wessen Geites Kind er ist!) 

Wie wahr, wie wahr!

„Man muß sich, wie immer, wenn die Wahrheit gefragt ist, an die Schriftsteller halten. Die bekannteren rumäniendeutschen Autoren der mittleren Generation jedoch leben seit etlichen Jahren im Westen.
Oskar Pastior aus Hermannstadt oder Sibiu hat sich zum Paganini der deutschen Sprache erst in Berlin entwickelt.
Paul Schusters großer Roman "5 Liter Zuika" ist bei uns ebenso unverdient unbeachtet geblieben wie Dieter Schlesak mit seinen Gedichten und Essays.“

Dann nennt er fünf Banater Schriftsteller der jüngeren Generation:

Richard Wagner,
Johann Lippet,
Rolf Bossert,
Horst Samson.

Schlesak und Pastior gingen schon früh, eben weil sie nicht mit den sozialistischen Wirklichkeiten fertig wurden. Nicht ihre Heimat vertrieb sie von der Scholle, sondern die ideologisch bedingten Unfreiheiten einer Diktatur.

(Pastior verstarb kurz vor der Entgegennahme des Georg-Büchner-Preises im Oktober 2006.
Diesem Oskar Patior verdankt Herta Müller "Atemschaukel" und den Nobelpreis.
Und trotzdem ist bist zum heutigen Tag noch nicht geklärt, wieviel Pastior in dem Werk steckt - wieviel Sprachmaterial, Notitzen etc. hat Pastior ihr übergegen und was hat Herta Müller daraus gemacht? )

Doch da keiner dieser Schriftsteller, die fast alle auch Dichter sind, etwas besonders Negatives zum deutschen Heidedorf im Banat explizit auszusagen hat
und keiner dieser Kunstschaffenden sich selbst und das Volk seiner Herkunft diffamieren will, zitiert er, seinen eigenes Wort vergessend,
eine Schriftstellerin,
eine einzige nur
und setzt in einer sonderbaren Art der Objektivierung eine Perspektive,
eine Sicht als die allgemeingültige Wahrheit für das deutsche Dorf im Banat fest.

Angesichts dieser Logik gackern ja die Hühner:

"Herta Müller beschreibt - in der 80seitigen Titelerzählung und in den meisten der 15 Kurztexte vordergründig nicht mehr als ein Dorf. Ein Dorf, das für alle „schwäbischen“ Dörfer im Banat steht, und das vermutlich auch den „sächsischen“ Dörfern in Siebenbürgen ähnlich ist."


Was sagt man dazu?

Jeder nichtwissenschaftliche Kopf, jeder Analphabet findet unzählige Gründe, weshalb eine solche Aussage nie formuliert werden darf.

F. C. Delius geht auf seinem Weg der Wahrheitsfindung von der objektivierenden Mehrzahl zur Einzahl hin, um einen Standpunkt zu verabsolutieren, der für alles Gültigkeit haben soll. Eine sonderbare Art der Wahrheitsfindung.

Ein Sujet für Ionesco!

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung,
die auch den als IM der Securiate entlarvten Oskar Pastior mit dem Georg Büchner-Preis auszeichnete und Herta Müller würdigte,
ehrt nun auch F. C. Delius - für mich ein guter Grund, an dieser Akademie zu zweifeln

und angesichts der Kriterien literarischer Wertung zu verzweifeln!


Foto: Carl Gibson

Wehrkirche in dem "siebenbürgischen Dorf" dahinter -
in Grossau!
 
Was sagen die Siebenbürger Sachsen zu F. C. Delius Kommentar über ihre Heimat?


Das Banat - Hölle auf Erden,

Locus terribilis,

von Hass erfüllt und von Rückständigkeit geprägt


Fakt ist: Nicht nur jedes Dorf war anders,
oft war selbst auch jede Straße im Dorf anders, weil der Verschmelzungsprozess noch nicht abgeschlossen war.
Doch die Negativ-Steigerung des F. C. Delius geht noch weiter:

"Herta Müller schreibt, als erwache sie - in einem Reich der Grausamkeit. Denn das deutsche Dorf, es ist, mit einem Wort, die Hölle auf Erden.
Die Höllenbewohner sind in Hass aufeinander eingeschworen.“

Ein Kennzeichen der Hölle: eine extreme Rückständigkeit.

Wie kommt es nur, dass diese Hölle, wogegen Sodom und Gomorra verblassen,
bisher unentdeckt blieb und keiner der anderen Schriftsteller, die - nach Delius, nicht nach Platon - doch auch etwas von Wahrheit verstehen, bisher nichts darüber berichtet haben?

Waren alle Kunstschaffenden vor Herta Müller auf den Kopf gefallen oder blind und unfähig, eine Hölle zu sehen, wo eine Hölle war?

Oder war gar keine Hölle da?
Nur eine hohle Höhle mit Schatten, die von getäuschten Betrachtern für Wahrheiten gehalten wurden?

Auch Rezensenten sollten sich im Denken einüben - und zwar so lange, bis sie der eigenen logischen Aussage konsequent über zwei, drei Sätze folgen können.
Das nutzt dann auch dem SPIEGEL, der es mit der Logik nicht so genau nimmt, wenn er Auflagen stimulierend provozieren kann.

Oder waren bestimmte Kreise der Hölle nur in einem Kopf - und die anderen konnten sie nicht erkennen?

Das Denken ist eine noch merkwürdigere Sache als die Wahrheit -
und das wahrhaftig Handeln noch eine schwierigere als das Erkennen.
Delius gab das in seiner Besprechung wieder, was er in den Niederungen vorfand -
Niederungen eben.

Und er verkannte die Tragweite der eigenen Polemik, die für bundesdeutsche Ohren fast unverfänglich klingt, bei Betroffenen aber schmerzvolle Wunden hinterlässt?

Oder er provozierte gezielt, um den Konservativen und der bürgerlichen Mitte in der Bundesrepublik um Kohl und Strauß eines auszuwischen?

Wurde Herta Müllers Frühwerk gezielt zu innenpolitischen Zwecken missbraucht?

Wenn ja, weshalb lies die Autorin das zu?

Im Gegensatz etwa zu Walter Kempowski, der mit dem Literaturpreis der Konrad Adenauer Stiftung alles andere als glücklich war?

Andere ebenso „kompetente“ Fachleute sahen darin - vielleicht nur deshalb, weil die Rezension im allseits bekannten Nachrichtenmagazin Spiegel erschien - eine positive Wertung und prämierten sie, so als ob der Spiegel, der soviel von Literatur versteht wie einige seiner tendenziösen Rezensenten von böhmischen Dörfern, eine Vorentscheidung erbracht hätte.

Wo eigene Entscheidungskriterien fehlen, verlässt man sich gern auf Vorentscheidungen - wie bei den politik- und geschichtsfremden Juroren der Konrad Adenauer- Stiftung, die mit Herta Müller eine Frau prämierte, die einst ihr Vaterland schnöde verachtete.

So ist das mit der Wahrheitsfindung und mit der literarischen Wertung.

Kein Wunder, dass Betroffene dabei verzweifeln oder - nach so viel erlebter Ungerechtigkeit - depressiv werden oder zu den Rechten um Dr. Frey überlaufen wie mein verzweifelter Musikfreund Felix in Dortmund.


P.S.:

Dem Schriftsteller F. C. Delius wurde der renommierte “ Georg Büchner- Preis ” zugesprochen – wofür eigentlich?


Dafür, dass er mit suspekten Mitteln hetzender Polemik Herta Müller “auf den Weg brachte” – bis hin zum Nobelpreis?

Aus meiner Sicht bzw. aus der Sicht aufrechter Banater Schwaben,
die seinerzeit unter Lebensgefahr gegen die Kommunisten Ceausescus ankämpften, während Wendehälse und Opportunisten das Spiel der RKP mitmachten, ist das ein Hohn –
mehr dazu in den kritischen Kapiteln zur Thematik in meinem Werk ( Symphonie der Freiheit sowie in Bd. 2 - Gegen den Strom).


Foto: Monika Nickel

Banater Heide - Klatschmohn ( Pipatsch) am Wegrand.
Die "Hölle" war das Banat - bei Gott - nicht!


Mehr zum Thema Kommunismus hier:

Carl Gibsons neues Buch

zur kommunistischen Diktatur in Rumänien -

über individuellen Widerstand in einem totalitären System.




Allein in der Revolte -

im Februar 2013 erschienen.

Das Oeuvre ist nunmehr komplett.
Alle Rechte für das Gesamtwerk liegen bei Carl Gibson.

Eine Neuauflage des Gesamtwerks wird angestrebt.


Carl Gibson

Buchrückseite




Fotos von Carl Gibson: Monika Nickel

©Carl Gibson. Alle Rechte vorbehalten.





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