Mittwoch, 15. August 2012

Rumänische Kommunistische Partei Ceausescus war der direkte Auftraggeber der "Securitate" - Wichtige Securitate-Dokumente der CNSAS


In linken Kreisen wurde bereits 1985 und dann nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in Osteuropa die These in Umlauf gebracht,
der repressive Geheimdienst der Ceausescu-Diktatur "Securitate" sei "ein Staat im Staat" innerhalb des real sozialistischen Systems gewesen.

Das war und ist eine Selbstlüge im Versuch, die eigene Mitgliedschaft in der Rumänischen Kommunistischen Partei klein zu reden,
zu verniedlichen,
um so von der Mitverantwortung aller Partei-Mitglieder abzulenken.

Die Kommunitische Partei -
und das ist die Summe aller Mitglieder und Funktionäre - 
ist für den ökonomisch-politischen Niedergang des Landes und den totalen Ruin in Rumänien allein verantwortlich.

Die Linken und langjährigen KP-Mitglieder auch deutscher Zunge,
die ursprüglich wohl von idealistischen Antrieben geleitet eigentlich die unzulängliche "real sozialistische" Gesellschaft über Kultur und Literatur positiv zu verändern gedachten,
wollen nun, nachdem sie die Fronten gewechselt haben und im Freien Westen Aufnahme und ein Auskommen gefunden haben,
 plötzlich nur noch quasi apolitische "Mitläufer" gewesen sein, Opportunisten, die allein aus Laufbahngründen der Kommunistischen Partei Ceausescus beitraten.


10, 15 Jahre Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei sind über Nacht veregessen?

Altkommunisten,
die seinerzeit die "Zeichen der Zeit" eklatant verkannten
und auf eine totalitäre Monopol-Partei Nicolae Ceausescus setzten,
wollen nun selbst als Verfolgte gelten,
als Widerständler -
und, wie damals schon, wieder als die "Guten und Gerechten",
wo sie doch nur opportunistische Wendehälse sind, schnöde Pharisäer,
die Fakten verdrehen, um eigene Ziele zu verfolgen - jenseits der historischen Wahrheit.

Dass einige aus ihren Reihen "ideologische Scharfmacher" waren,
 echte Propagandisten der Kommunisten-Partei
wie Herta Müllers zweiter Ehemann, Dichter Richard Wagner aus Perjamosch im Banat,
wird verschwiegen, verdrängt und der deutschen Öffentlichkeit vorenthalten.


Foto: Carl Gibson

In diesem Palazzo hatte sich die Arbeiter- und Bauern-Partei der Kommunisten wohlig eingenistet.

 Das Beste war für die Pavenus aus dem Nichts gerade gut genug.

Als Carl Gibson seinen Bürgerprotest in dieser Machtzentrale loswerden wollte, quittierten RKP und "Securitate" das mit Entrüstung - non licet!


Aus dem unten publizierten Dokument, wo der Fall  Carl Gibsons auf dem Schreibtisch des
"Ersten Sekretärs der Rumänischen Kommunistischen Partei (RKP) "Genosse Telescu"
landet,
der dann "genehmigt", wie weiter zu verfahren sei,
wird ein gewichtiger Aspekt überdeutlich:

Es ist allein die "Kommunisten-Partei" von Diktator Nicolae Ceausescu , die im "sozialistischen Rumänien" nach 1965 das Sagen hat.

 Der repressive Geheimdienst "Securitate" ist als Teil der Exekutive der Kommunisten-Partei untergeordnet und ein Vollzugsorgan, dass Ideologie umseztzt und Befehle der obersten Parteiführung ausführt.


In der DDR war es nicht anders:
Die "Staatssicherheit der DDR" war "Schwert und Schild der Partei" -
und die SED mit ihren Vasallenparteien "hatte immer recht"!




Nach der Mitwirkung Carl Gibsons an "Paul Gomas Menschenrechtsbewegung" ist Aktionismus angesagt.

Um das seinerzeit noch positive Image von Partei- und Staatschef Nicolae Ceausescus  auf der politischen Weltbühne nicht zu gefährden, wird Druck aus dem Kessel abgelassen -
Paul Goma wird im Jahr 1978 ausgewiesen.
Er lebt bis heute in Paris, im Exil.

Unterzeichner und Sympathisanten der mit Gomas namen verbundenen Menschenrechtsbewegung dürfen zum Teil ausreisen.

Carl Gibson soll "allein" ausreisen, ohne Eltern und Bruder.
Die Familie soll quasi als Geisel in Rumänien zurück bleiben, um den Ausgereisten im Westen mundtot zu machen.

Carl Gibson lehnt diese bei anderen  aus einem Umfeld erfolgreich praktizierte Methode ab und setzt seine Regiemekritik unbeirrt fort.

Ab diesem Zeitpunkt übernimmt der große KP-Chef im Kreis Temesch das Heft des Handels, "Genosse Telescu "-

Er wird bald bestimmen, dass die gesamte Familie Jakob und Anna Maria Gibson aus Sackenhausen, unmittelbar neben Temeschburg gelegen, die so genannten"großen Formulare" erhalten wird.

Dessen ungeachtet wird Bukarest diese Ausreise nach lange Zeit blockieren.

Die Unterschriften "Major Köpe" etc. beweisen, dass die "Securitate"
der "politischen Führung im Land" ,
der Rumänischen Kommunistischen Partei (RKP), den Fall Carl Gibson unterbreitete
und Weisungen abwartete.

Kurioserweise wird der Name "Gibson Karl" im oben veröffentlichten Dokument einmal sogar "richtig" geschrieben,
nach diversen Abweichungen "Gipson", "Gybson", "Chibson"
bzw. "Carol" oder Karol" etc. etc.



Das lange erwartete Ausreisedokument Carl Gibsons -
Ein "Reisepass für Staatenlose",
ausgestellt vom Innenministrium der Sozialistischen Republik Rumänien am 21.Mai 1979.
 (Carl Gibson saß zu diesem Zeitpunkt im Gefängnis Popa Sapca in Timisoara ein.)


Wenn wir die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit nur Kommunisten überlassen, dann wird es keine Aufarbeitung geben! Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Wer die Verlogenheit und das Täuschungshandwerk verinnerlicht hat, der wird weiter die Wahrheit verfälschen und im eigenen Interesse andere hinters Licht führen.

Der Bock darf nicht länger Gärtner sein und Täter nicht länger Opfer!

Copyright: Carl Gibson

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