Montag, 13. Mai 2013

Wenn in deutschen Medien Mythen und Märchen als Fakten verkauft werden -Unprofessioneller, unkritischer Journalismus zwischen politischer Naivität und bewusster Desinformation


20. Wenn in deutschen Medien Mythen und Märchen als Fakten verkauft werden –


 

Unprofessioneller, unkritischer Journalismus zwischen politischer Naivität und bewusster Desinformation oder gezielte Instrumentalisierung zwecks politischer Einflussnahme und Deviation?

Was in der Zeitung steht, ist wahr!

Viele Leute halten sich daran. Deshalb ist die vielgelesene BILD Zeitung ein einflussreicher Meinungsmacher in Deutschland. Die geistigen Eliten aber blicken verächtlich auf das gelbe Blatt herab, das von Gerüchten lebt und deren Autoren man nicht namentlich, um in anderen großen Tageszeitungen ihren Informationsdurst zu befriedigen – auf Niveau!

Ist das so?

Wer über lange Zeit einem Thema nachgeht, kritisch investigativ recherchiert, der wird bald feststellen, dass etablierte, ja renommierte große Tageszeitungen nicht besser sind als die verachteten Massenblätter fürs Volk. Ja sie sind sogar noch gefährlicher, weil in ihren Kolumnen transportierte Gerüchte, Mythen und Märchen über ihr Renommee sanktioniert, geadelt werden, was aus Lügen Wahrheiten macht.

Als Herta Müller seinerzeit (2008) der „Frankfurter Rundschau“ ihre Verfolgungsgeschichte präsentierte, druckte das liberale Blatt das unüberprüfbare Gerücht gutgläubig ab, ohne nach Beweisen zu fragen, was meinen „Offenen Brief an Herta Müller“ provozierte, der natürlich weder abgedruckt noch auf der Internetseite des Blattes publiziert wurde.

Dieser in der Tat etwas emotional aus der Sicht eines Opfers der Ceausescu-Diktatur formulierte Protest wurde später in Rahmen der so genannten Spitzelaffäre in Berlin in der „Siebenbürgischen Zeitung“ online veröffentlicht und – eben als Reaktion auf die Münchhausiaden Herta Müllers in „„Die Securitate ist noch im Dienst“ in DIE ZEIT Online.

DIE ZEIT Online hat meine Darstellung entfernt, gelöscht, ohne sich die Mühe zu machen, selbst zu recherchieren oder meine Beweise zu prüfen.

Ein feiner Journalismus ist das.

Dem „Focus“ erzählte Herta Müller, ein Auftragskiller sei in Berlin verhaftet worden – und auf seiner Opfer-Liste sei auch ihr Name eingetragen gewesen. Laufen Assassinen neuerdings mit Listen herum wie Leporello, damit sie nicht vergessen, wer noch aus der Welt zu schaffen ist?

Unglaublich!

Der „Focus“ verbreitete diese nicht verifizierte Behauptung so nebenbei in dem Artikel über Herta Müllers Ehrung mit dem großen Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik!

Wie naiv ist der deutsche Journalist eigentlich?

Überall in der Gesellschaft wird an Verstand und Vernunft appelliert – nur beim Thema Herta Müller schalten manche Medien auf Durchzug?

Es ist wie verhext: Herta Müller kann – quasi als enfant terrible der literarischen Welt -kann so frech lügen, wie sie will – kein etabliertes Medium regt sich auf, rebelliert oder setzt dagegen!

Das erinnert an die Gleichschaltung der Presse in totalitären Systemen, an den NS-Staat und an die kommunistischen Diktaturen des ehemaligen Ostblocks.

Herta Müller nutzte den synthetisch in einer gigantischen Desinformationskampagne inszenierten Dissidenten-Mythos rücksichtslos aus, um zu ihrem Zweck zu gelangen, um als „Verfolgte“ Preise zu erhalten, eigentlich zu erschleichen, bis hin zum Nobelpreis, getragen von einer großen Lüge.

Nach der Ehrung in Stockholm sagte revidierte sie ihre Meinung.

„April, April!?“

Herta Müller gab plötzlich zu, nie eine echte Dissidentin gewesen zu sein, bestenfalls eine Dissidentin im Kindergarten – als Erzieherin im Disput mit der Leiterin des Kindergartens.

Wenn gewisse politische und wirtschaftliche Kreise sie zur Dissidentin machten, auserkoren, aufs Podest stellten, um eigene Ziele zu erreichen, dann eben gut. Sie ließ es mit sich geschehen und profitierte davon … vor allem materiell!

Ob sie auch geistig-seelisch profitierte ist fraglich!

Herta Müller ließ die Maskerade zu, ohne ethische Maßstäbe an sich selbst anzulegen. Die Moral, das ist etwas, womit die Handlungen anderer gemessen werden, nie das eigene Versagen!

Sie war und ist die Schauspielerin mit der Maske,

die Puppe,

die Marionette,

die in Rollen schlüpft oder schlüpfen muss,

weil andere mächtige Akteure es so bestimmten,

es so wollten,

der oder die Puppenspieler,

die grauen Eminenzen,

Gestalten der Wirtschaft und Politik,

physische Personen,

die ich längst, oft und exponiert beim Namen genannt habe,

Michael Naumann (SPD),

die Konrad Adenauer Stiftung CDU,

die Verleger der Großverlage Carl Hanser und Rowohlt.

Wen wundert es da noch, wenn eine CDU-Kanzlerin Angela Merkel wohlwollende Worte für den deutschen Nobelpreis findet, wenn ein CDU-Bundespräsident Horst Köhler die „Unbeugsame“ mit dem Bundesverdienstkreuz ehrt, genau die gleiche Person, die gegen die Landsleute des Heimatvertrieben“ Horst Köhler anschrieb!

So funktioniert Politik,

so funktioniert Machtpolitik in Deutschland, in Europa Anno Domini 2012,

auch in Friedenszeiten und fern von Armut und Elend.

Kein Ethiker, kein Moralphilosoph wird das aufhalten, keine Kirche wird dagegen rebellieren, weil auch sie ein Teil des Systems ist.

Wie kann ein kleiner David gegen diese Goliaths antreten,

ankämpfen, ohne selbst ins Räderwerk zu geraten,

ohne selbst ausradiert,

ohne selbst psychisch und physisch vernichtet zu werden?

„Schone die Puppe, denn sie ist unfrei

und sie macht nur das, was man ihr aufträgt!

Widme deinen Kampf den Strippenziehern der Macht,

den grauen Eminenzen aus den Führungsetagen der miteinander verwobenen Wirtschaft und Politik, deren großes Spiel es aufzudecken gilt!

Die Marionette ist in der Tat selbst ein Opfer!“

Solch berechtigte Hinweise lebens- und politikerfahrener Menschen aus dem Freundeskreis hörte ich mehrfach.

In der Tat, das schlechte Spiel der Schauspieler verweist auf den nicht immer begnadeten Regisseur des Melodrams, das vollkommen zur Posse wird, wenn die zwar mächtigen, doch auch hochgradig unsensiblen Regisseure die aberwitzigen Mythen in ihren Medien auch noch im Pro-Domo-Diskurs verbreiten und wiederholen – wohl in der Hoffnung, dass eine oft wiederholte und den Menschen eingepaukte Lüge irgendwann zur Wahrheit avanciert und schließlich geglaubt wird. 

Lügen à la Baron Münchhausen bleiben nur so lange amüsant und witzig, solange sie als echte Lügen dastehen.

Wer – wie Herta Müller und ihre Förderer – aber erwartet, dass diese Lügen moralisch ernst und als Wahrheiten aufgenommen werden, der irrt gewaltig, da kein Lügenwerk längere Zeit Bestand haben wird.

Wenn der Mohr seine Schuldigkeit getan hat, dann darf der Mohr gehen.

Als ich mich vor Jahren noch etwas naiv mit aufrichtigem Bemühen in diese Debatte stürzte, Tag und Nacht opferte, Gesundheit und Seelenheil, um aufzuklären, um bestimmte Fakten zu erhellen, sie realistisch darzustellen und ethisch zu werten, glaubte ich noch an die erleuchtende Kraft der Vernunft, die über jede politische Ranküne oder Intrige obsiegen wird.

Doch unterschätzte ich seinerzeit die konkreten Strukturen der Macht, die geballte Macht in wenigen Händen, die machiavellistisch ihr Ziel verfolgt –

Geld, um noch mehr Macht und Einfluss zu erlangen.

Die mir noch anständig erscheinenden Spitzen der Politik, wo ich konkrete Hilfe erwartete, griffen nicht ein … wohl aus Sorge um die eigene Position … aber auch deshalb, weil sie ein Teil des Gesamtsystems waren und sind.

Würden sie das System in Frage stellen,

müssten sie sich selbst aufgeben.

Das ist zu viel verlangt.

Auch Politiker denken existenziell.

Ergo – „Opfern wir lieber einen kleinen Freigeist,

einen oder vielen kleine Davids,

die in unterschiedlichen Themenbereichen der Gesellschaft opponieren,

um Goliath und Leviathan am Leben zu halten!“

Das sind die Gesetze der Politik – nicht nur bei Cesare Borgia und den Machtmenschen in der antiken Tyrannis. Das gilt auch in der modernen, pluralistischen Demokratie.





Aus: Carl Gibson, „Die Zeit der Chamäleons“ -


Aphorismen, Reflexionen, Maximen, Sentenzen, Ideen, Essays






zur Literatur, Philosophie und Geistesgeschichte und Kritisches zum Zeitgeschehen


Motto:




Zum Sinn der Philosophie heute

Philosophen sollen reden und schreiben,
Philosophen sollen Fragen aufwerfen und Antworten anbieten,
sonst ist ihr Denken umsonst!

Das – sprichwörtliche – Schweigen der Philosophen ist ein Irrweg.

Das Schweigen der Denker nützt nur den Mächtigen.











Mehr zur "Philosophie" von Carl Gibson in seinem Hauptwerk (in zwei Bänden),
in:





"Symphonie der Freiheit", (2008)

sowie in dem jüngst erschienenen

 "Allein in der Revolte". Eine Jugend im Banat, (2013)




















Philosoph und Zeitkritiker Carl Gibson

Weitere Aphorismen, Reflexionen, Maximen, Sentenzen, Ideen und Essays werden auf diesem Blog folgen.


Copyright: Carl Gibson
Fotos von Carl Gibson: Monika Nickel





 

 



 

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